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Fußball-Bezirksliga 4: Hohe Niederlage im Topspiel „schwierig zu erklären“

Fußball-Bezirksliga 4 : Hohe Niederlage im Topspiel „schwierig zu erklären“

Bezirksliga: Würm-Lindern nach 40 starken Minuten 1:6 in Wenau. Heinsberg-Lieck souverän. Waldenrath-Straeten mit Ausfall-Pech. Dremmens „gebrauchter Tag“.

Jugendsport Wenau – SG Union Würm-Lindern 6:1 (3:0): „Schwierig zu erklären“, sagte SG-Trainer Hermann-Josef Lambertz nach der deutlichen Niederlage im Spitzenspiel. „In den ersten 40 Minuten war es die beste Saisonleistung“, bescheinigte der Trainer seinem Team. Da hatte Würm-Lindern „vier hundertprozentige Chancen“. Darunter war ein Pfostenschuss, dann brachte man den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie.

Wenau hätte durch Stefan von Ameln in Führung gehen können, der allein auf den Torwart zulief und scheiterte. Die Schlussphase der ersten Halbzeit stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Nach einem Eckball traf von Ameln zum 1:0 (37.). „Im Gegenzug hätten wir einen Elfmeter bekommen können“, meinte Lambertz. Schief ging es für die SG unmittelbar vor der Pause. Da lief Emre Cetinkaya in einen zu kurzen Rückpass und erzielte das 2:0 (44.). Den Mittelanstoß fing Wenau ab, und Cetinkaya erhöhte auf 3:0.

Vollends entschieden war die Partie zwei Minuten nach dem Wechsel, als Mark Lorbach nach dem nächsten Eckball auf 4:0 erhöhte. Dominik Bartz verwertete einen Eckball zum 5:0 (68.). Jonas Ruegenberg machte das halbe Dutzend Tore voll (70.) Würm-Linderns Ehrentreffer markierte Thomas Schmidt (81.). Nicht als Grund für die hohe Niederlage sah Lambertz den Ausfall der Innenverteidiger Ertugrul Kabadayi (Arbeit) und Lorenz Klee (krank).

1. FC Heinsberg-Lieck – VfR Würselen 5:0 (2:0): „In allen Belangen überlegen“ sah Michel Noethlichs, Trainer des FC, sein Team. Heinsberg-Lieck ließ keine klare Chance des Gastes zu und spielte seine Chancen ruhig aus. Sebair Ljatifi sorgte für die 2:0-Führung (28., 44.). „Anfang und Mitte der zweiten Halbzeit haben wir aufgedreht und dann auch nachgelegt“, so Noethlichs. Mit dem 3:0 durch Ljatifi (79.) war „der Drops gelutscht“. Paul Koch (82.) und Ange Benny Kossi (90.) legten noch nach und machten den dritten Sieg im dritten Spiel perfekt.

SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten – DJK FV Haaren 0:1 (0:1): Maik Honold, Trainer des SV, hatte sich gegen noch nicht gefestigte Gäste einiges ausgerechnet. Doch kurzfristig fielen ihm sechs Stammspieler aus; Paul Wolf verletzte sich noch beim Aufwärmen. „Die Mannschaft hat gut gekämpft“, sagte Honold. „Aber ich bin noch nie in einem Spiel so chancenlos gewesen“, bekannte er. Deshalb sei die knappe Niederlage noch schmeichelhaft. Kurz vor Schluss gab es doch noch die Chance auf einen Punkt. Doch Niklas Nyhsen traf nur den Pfosten. Waldenrath-Straeten verteidigte gut, konnte aber nicht für Entlastung sorgen. Von der Bank konnte Honold auch nicht mehr nachlegen. Da saß der zweite Torwart Heiner Bertrams im Feldspielertrikot. Das Gegentor war dennoch vermeidbar. Einen fehlerhaften Querpass im Aufbauspiel erlief Haarens Routinier Peter Szczyrba, spielte noch einen Abwehrspieler aus und schoss ein (29.).

Rheinland Dremmen – FC Roetgen 3:5 (0:4): In den letzten zehn Minuten vor der Pause geriet Dremmen auf die Verliererstraße. Nach einem Fehler im Aufbauspiel traf Ferhat Akar zum frühen 1:0 für den Gast (4.). Bei einer Dreifach-Chance der Roetgener rettete Torwart Timo Busch zweimal prächtig (8.). „Es war ein gefühltes 0:0-Spiel“, sagte Dremmens Trainer Ralph Tellers. Seine Mannschaft bekam einige Freistöße und Eckbälle. 

Doch dabei ging der Schuss auch nach hinten los, denn Roetgen nutzte solche Situationen zu schnellen Kontern. Einmal ging es noch gut. Dann gelang Akar nach einem Fehlpass das 2:0 (34.). Dremmens Nico Schunk scheiterte nach einem Pass von Sascha Hochgreef an Torwart Maurice Nadenau (40.). Im Anschluss an einen Einwurf lief Kelly Ajuya in den Ball und traf zum 3:0 (42.). Akar schloss einen Konter nach einem Dremmener Freistoß mit dem 4:0 ab (44.).

Das Spiel schien entschieden, war aber sechs Minuten nach der Pause wieder offen. Nach einem Eckball von Sascha Schopphoven verkürzte Nico Schunk (50.). Den Mittelanstoß des FC fingen die Dremmener ab, und Schunk brachte sein Team auf 2:4 heran. Dremmen hatte Überzahl im Mittelfeld und längere Ballbesitzphasen.

Offen war die Partie wieder eine Viertelstunde vor Schluss. Nach einem Eckball und einigen Abschlüssen wurde vor dem Tor nach dem Ball gestochert. Schopphoven grätschte das Leder zum 3:4 über die Linie (75.); Proteste des Gastes hatten keinen Erfolg. Doch nur drei Minuten später schloss Akar einen Konter nach einem Dremmener Freistoß mit dem 5:3 ab. Das hatte den Gastgebern den Stecker gezogen. Insgesamt war es für Dremmen vor allem aufgrund der ersten Halbzeit ein „gebrauchter Tag“. (sie)