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Kommentar zu Bayern München: Flicks Schusterei

Kommentar zu Bayern München : Flicks Schusterei

„Die Mannschaft ist der Star“, heißt es dieser Tage gerne bei den Bayern, denen zur 30. Meisterschaft zu gratulieren ist. Dabei sticht ein Spieler besonders heraus: Trainer Hansi Flick.

Anders als der ehemalige Spieler und Trainer Niko Kovac hat sich der vormals grätschende Dauerläufer auch in seiner neuen Rolle in den Dienst des Clubs gestellt. Flick ist Spieler geblieben, hat keine Machtprobe gesucht, sondern in die Mannschaft hineingehorcht, die Struktur des Teams verändert und als Außenlinien-Zehner, der er früher nie war, so die Weichen für den zwischenzeitlich in weite Ferne gerückten Erfolg gestellt.

Sein Erfolgsmuster: Er hat eine Achse aus Manuel Neuer, David Alaba, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Robert Lewandowski konstruiert – stabil, kreativ, sich selbst tragend. In jeder Reihe ein Führungsspieler, so wird bei den Bayern Erfolg zementiert.

Natürlich haben die Münchner von Dortmunder und Leipziger Unzulänglichkeiten profitiert. Doch in dieser zerrissenen Saison ist der achte Titel in Folge hauptsächlich Ergebnis einer meisterlichen Flickschusterei. Es kann auch fürs Triple reichen, natürlich.

Doch der Kader ist gerade auch mit Blick auf das internationale Niveau dünn. Wenn sich der Vorstand nun aufmacht und Flick noch ein paar teure Flicken besorgt, dann dürfte der Konkurrenz angst und bange werden.