Eklat bei Roda Kerkrade: Fans werfen den möglichen Investor aus dem Stadion

Eklat bei Roda Kerkrade : Fans werfen den möglichen Investor aus dem Stadion

Eklat bei Roda Kerkrade. Bei der Zweitliga-Partie gegen De Grafschap (1:1) am Freitagabend musste der designierte Klubbkäufer Maurico García de la Vega das Stadion schon zur Halbzeit verlassen – gegen seinen Willen. Fans warfen ihn aus dem Stadion. Der Stadion-DJ legte dazu „Dos cervezas por favor“ (Zwei Bier bitte) auf, erzählen Augenzeugen.

Auf mehreren Videos ist zu sehen, wie der mögliche Großaktionär aus dem Stadion geschoben wurde. Auch erkennbar: Die Ordnungskräfte schritten zu keiner Phase ein, obwohl de la Vega sie um Hilfe bat. Niederländische Medien berichten von einer abgesprochenen Aktion. Ein Polizeisprecher betonte, dass der Verein für die Sicherheit im Stadion verantwortlich sei. Vor dem Stadion soll der Mexikaner auch geschlagen worden sein.

De la Vega fuhr schließlich mit einem Polizeiauto weg, die limburgische Polizei kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an. Via Twitter teilte sie mit, dass „sie einen potenziellen Investor von Roda JC in Sicherheit gebracht“ habe. Beim Spiel hatten die Fans den Mexikaner auf spanisch beschriebenen Transparenten als „Hijo de Puta“ (Hurensohn) beleidigt. Sie zeigten dem Mexikaner Rote Karten. Die Westtribüne blieb aus Protest lange unbesetzt. Schon vor ein paar Tagen war eine Unterschriftenaktion gegen die geplante Übernahme initiiert worden. Vor ein paar Monaten erst war der Mexikaner als großer Retter vorgestellt werden, der aber bislang angeblich nicht einen Euro in den klammen Klub investiert habe.

Rodas Trainer Jean-Paul de Rong reagierte schockiert auf den Vorfall. "Wir alle wollen unsere Arbeit unter sicheren Bedingungen erledigen", sagte er von FOX Sports. „Wir können diese Gewalt nicht akzeptieren. Es ist zutiefst traurig", fuhr De Jong fort. „Davon distanzieren wir uns. “

Es ist nicht das erste Mal, dass Garcia de la Vega mit den Anhängern eines Klubs in Konflikt gerät. Bei seinem vorherigen Verein Real Murcia hatte er auch die Fans gegen ihn. Er versprach, in Spanien zu investieren, tat dies aber nicht. Die Fans versperrten ihm schließlich in Murcia Zugang zum Stadion.

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