Aachen: WM 2018: Alle entscheidenden Tore der deutschen WM- und EM-Siege

Aachen: WM 2018: Alle entscheidenden Tore der deutschen WM- und EM-Siege

Vom 14. Juni bis zum 15. Juli wird in Russland der neue Weltmeister gesucht. Deutschland will seinen Titel verteidigen, sich den fünften Stern sichern und mit Brasilien gleichziehen. Neben vier Weltmeister- konnte die deutsche Nationalelf bislang auch drei Europameisterschaften gewinnen. Wir zeigen die entscheidenden Tore aller Finalspiele.

WM 1954: Ungarn gegen Deutschland, Torschütze Helmut Rahn

„Schäfer nach Innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt, Toooooor! Toooooor! Toooooor!“ Das Wunder von Bern sorgt auch heute noch für Gänsehaut. Im Finale trafen die Deutschen unter Trainer Sepp Herberger auf die Ungarn, die zu der Zeit vermutlich beste Mannschaft der Welt. In der Gruppenphase hatte die Elf um Ferenc Puskas den Deutschen eine Lehrstunde erteilt und 8:3 gewonnen. Auch im Finale lag die DFB-Truppe bereits mit 0:2 hinten. Doch Max Morlock und „der Boss“ Helmut Rahn konnten ausgleichen. Und dann kam die berühmte 84. Minute, die Deutschland den ersten Weltmeistertitel bescherte.

EM 1972: Sowjetunion gegen Deutschland, Torschütze Gerd Müller

Im Finale der Europameisterschaft 1972 traf Deutschland auf die Sowjetunion. Am Ende siegte die DFB-Elf durch Tore von Gerd Müller (28. und 57.) und Herbert Wimmer (52.) mit 3:0. Für den ersten Treffer brauchten die Deutschen ein paar Versuche, letztlich jedoch machte die deutsche Elf den EM-Titel perfekt.

WM 1974: Deutschland gegen die Niederlande, Torschütze Gerd Müller

Bei der Heim-WM traf Deutschland im Finale auf den Nachbarn aus den Niederlanden. Oranje ging damals gleich zu Beginn der Partie in Führung: In der 2. Minute verwandelte Johan Neeskens einen Elfmeter. Doch was Neeskens konnte, konnte Paul Breitner mindestens genauso gut: Er glich per Elfmeter in der 25. Minute aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann brachte „der Bomber“ Deutschland auf die Siegerstraße. Ein typischer Gerd-Müller-Treffer markierte das 2:1, das die Niederlande nicht mehr drehen konnten. Deutschland wurde zum zweiten Mal Weltmeister.

EM 1980: Belgien gegen Deutschland, Torschütze Horst Hrubesch

Was wäre der Deutsche Fußball-Bund ohne Horst Hrubesch? Mindestens einmal weniger Europameister. Der Hamburger erzielte im Finale 1980 gegen Belgien gleich beide Treffer zum 2:1-Sieg. Und Hrubesch-typisch markierte er das 2:1 kurz vor Schluss nach einer Ecke mit dem Kopf.

WM 1990: Deutschland gegen Argentinien, Torschütze Andreas Brehme

„Brehme gegen den Elfmetertöter Goycochea ...“ hieß es fünf Minuten vor Ende der 90 Minuten Spielzeit im Finale gegen Argentinien. Andreas Brehme hatte seine Nerven im Griff und verwandelte souverän links unten. Argentiniens Keeper ahnte die Ecke, streckte sich aber vergebens. Unvergessen: Teamchef Franz Beckenbauer, der im Anschluss allein über den Rasen in Rom schritt und sich im Stillen über den dritten Weltmeistertitel für Deutschland freute.

EM 1996: Deutschland gegen Tschechien, Torschütze Oliver Bierhoff

Ballannahme, abschirmen, Drehung und rein ins Eck: Ein Bewegungsablauf wie aus einem Guss und als Belohnung gab es den Europameistertitel 1996. Mit diesem „Golden Goal“ schrieb sich Oliver Bierhoff ins deutsche Fußballgeschichtsbuch. Seit 2004 ist der ehemalige Stürmer, der unter anderem für den AC Mailaind auf Torejagd ging, Teammanager der Deutschen Fußballnationalmannschaft.

WM 2014: Deutschland gegen Argentinien, Torschütze Mario Götze

„Zeige der Welt, dass du besser bist als Messi.“ Mit diesen Worten wechselte Bundestrainer Joachim Löw Mario Götze im Finale der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gegen Argentinien ein. Und in der Verlängerung hörte Götze auf seinen Trainer und erzielte in der 113. Minute das 1:0 für die DFB-Elf. Zumindest in diesem Moment war Mario Götze besser als Messi.

(bph)
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