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Köln: „Wir haben mehr geredet als trainiert”

Köln : „Wir haben mehr geredet als trainiert”

Es gab reichlich Gesprächsbedarf beim 1. FC Köln nach den letzten beiden blamablen Auftritten in der Meisterschaft bei Arminia Bielefeld und im DFB-Pokal beim FSV Mainz 05. „Wir haben mehr geredet als trainiert”, berichtet Christoph Daum.

Der Fußballlehrer hat sich einige seiner Profis am Mittwoch und am Donnerstag unter vier Augen kräftig zur Brust genommen, aber auch versucht, psychologische Aufbauarbeit zu leisten.

So auch bei Roda Antar, der im bisherigen Saisonverlauf mit katastrophalen Leistungen auffiel. „Roda weiß auch, dass er bislang nicht überzeugt hat und nimmt sich das sehr zu Herzen”, erzählt der Trainer. „Er muss jetzt auf passen, dass er sich nicht selbst im Weg steht.”

Wenn am Freitag (20.30 Uhr) im ausverkauften RheinEnergieStadion mit dem FC Schalke 04 der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga seine Visitenkarte in Köln abgibt, dürfte der Mittelfeldspieler aus dem Libanon wohl wieder von Beginn an dabei sein.

„Ich werde personell nur Kleinigkeiten ändern und kein Bäumchen-wechsle-dich-Spiel betreiben”, kündigt Daum an. „Es geht um einen langfristigen Gedanken, und da gebe ich die Linie vor, auch wenn sich einige Spieler, die momentan auf der Bank sitzen, ungerecht behandelt fühlen.

Der 54-jährige Übungsleiter ist sich sicher, „dass sich die Mannschaft in der Ersten Liga durchsetzen wird. Die Qualität ist vorhanden. Es gilt nun, sie zu zeigen.” Ob dafür allerdings das Spitzenteam aus Gelsenkirchen in der jetzigen kritischen Phase wirklich der richtige Gegner ist?

„Wir müssen vor allem bei den Standardsituationen aufpassen. Da ist Schalke ganz stark”, warnt Christoph Daum. Das Gegentor zum 0:1 in Mainz wäre nach Meinung des Trainers übrigens trotz des Fehlers von Kevin McKenna zu verhindern gewesen, wenn nicht nur am vorderen, sondern auch am hinteren Pfosten ein Spieler gestanden hätte. Das soll ab sofort bei Ecken und Freistößen passieren.