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Aachen: Wenigstens die Tore sprechen für Helmes

Aachen : Wenigstens die Tore sprechen für Helmes

Bei jeder Gelegenheit stärkt ihm der Trainer den Rücken. Weil er gleich hinter Milivoje Novakovic ganz oben steht in der Hierarchie jener Spieler, die den 1. FC Köln zurück in die oberste deutsche Spielklasse schießen sollen.

„Wir können uns hundertprozentig auf ihn verlassen. Er gehört zur FC-Familie”, sagt Christoph Daum über Patrick Helmes. Was nutzt es, wenn an einem Abend wie Montag alle guten Vorsätze zu Makulatur verkommen? „Wir waren in der zweiten Halbzeit einfach schlecht. Haben uns Gegentore gefragt wie in der F-Jugend. So etwas habe ich selten gesehen”, war Helmes frustriert.

Dabei war er es noch am ehestens, der sich mit großem Einsatz gegen die Niederlage stemmte. Er hatte es schwer. Auch, weil er gellende Pfiffe der Alemannia-Fans einstecken musste, die er sich gefragt hatte, als er früh Aachens Leiwakabessy in die Parade fuhr. Und weil er in Köln sehr frühzeitig seinen Wechsel zur nächsten Saison zum Erzrivalen nach Leverkusen bekannt gegeben hatte.

Einzig Tore stimmen den Anhang da versöhnlich. Und mit Novakovic (14 Treffer) bildet Helmes trotz der herben Schlappe in Aachen das erfolgreichste Sturm-Duo der Zweiten Liga. Auf dem Tivoli war es der 23-Jährige, der Kölns beide Treffer, seine Saisontore Nummer 7 und 8, erzielte. Dass es am Ende nicht reichte und Köln damit einen ganz bitteren Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen musste, lag nicht an Helmes. Es lag am aufmerksamen Gegner. Und: Der schnelle Stürmer und viermalige Nationalspieler, den Bundestrainer Jogi Löw zuletzt nicht mehr berücksichtigt hatte, wurde oft alleine gelassen.

Helmes sagt: „Ich möchte, dass die Fans am Ende der Saison, denken: Schade, dass er weg ist, aber er hat uns wenigstens noch zum Aufstieg geschossen.” Dieses Ziel ist nun wieder ein großes Stück weiter weg gerückt.

Zudem: Solche Spiele sind keine Empfehlung für ein weiteres, großes Ziel von Helmes, der es in fünf Jahren vom Oberliga-Akteur zum Nationalspieler gebracht hat: die EM. „Aber ich weiß, was Löw von mir hält, wenn ich meine Leistung bringe”, sagt er trotzig. Immerhin: Die zwei Treffer sprechen für ihn. Und nur für ihn.