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Köln: Wechsel perfekt: Podolski wird ein Bayer

Köln : Wechsel perfekt: Podolski wird ein Bayer

Vor ein paar Tagen hatte Oliver Bierhoff angeregt, dass die wechselwilligen Nationalspieler ihre Arbeitgeber möglichst noch vor der WM wechseln. Nicht jeder Kandidat hört auf den Teammanager.

Per Mertesacker und Christoph Metzelder werden sich erst nach der WM erklären. Als Musterschüler hat sich Lukas Podolski erwiesen. „Das ist eine sehr positive Nachricht”, urteilt Bierhoff am Donnerstag. „Jetzt kann sich der Junge völlig aufs Turnier und nicht mehr auf Gespräche mit Managern oder Beratern konzentrieren.”

Das Geschacher um das große Talent ist beendet, der Hausheilige des 1. FC Köln spielt in der nächsten Saison beim FC Bayern. Der Vertrag wurde am Donnerstag im Trainingslager der Nationalmannschaft unterschrieben. Die Höhe der Ablösesumme für den 20-jährigen Stürmer, dessen Vertrag in Köln bis 2008 datiert war und der 2007 für eine Million Euro hätte aussteigen können, ist zunächst spekulativ. Geschätzt wird jedoch, dass der Transfer dem FC Bayern rund zehn Millionen Euro wert sein dürfte. Das Gehalt von Prinz Poldi soll pro Saison bei etwa 2,5 Millionen Euro liegen.

Die Vertragslaufzeit ist „lang genug” findet Podolski, der sich nun auf „Stadt und Verein” und besonders auf dem Spezi Bastian Schweinsteiger freut, „mit dem ich auch beim DFB die meiste Zeit herumhänge”. Seit der D-Jugend kickt der 20-Jährige beim FC, die Trennung war nur sportlich motiviert.

„Noch ein Jahr 2. Liga wäre nicht okay für mich gewesen”, sagt Podolski. Alternativen standen reichlich im Raum, auch der Hamburger SV und Werder Bremen wären gute Arbeitgeber geworden, findet er, „aber ich wollte mich täglich mit den besten Spielern beim besten Klub Deutschlands messen.”

Mit dem Ergebnis könne man gut leben, findet FC-Präsident Wolfgang Overath. „Lukas ist das größte Talent in Deutschland seit 20 Jahren. Er ist ein glänzender Fußballer, muss sicher aber noch einiges lernen”, sagte Overath und fügte an: „Poldi wird immer ein Kölner Junge bleiben.”