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Aachen: Vorsichtige Entwarnung bei Plaßhenrich

Aachen : Vorsichtige Entwarnung bei Plaßhenrich

Die wichtigste Nachricht fand sich fast im Kleingedruckten. Alemannia teilt mit, dass Faton Popova und Jerome Polenz am Freitag in Kaiserslautern ausfallen.

„Darüber hinaus steht Reiner Plaßhenrich wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung.” Der Kapitän und sein lädiertes Knie haben es schon häufiger in Aachens Pressemitteilungen geschafft.

Fast ein Jahr hatte der 31-Jährige nach einem Knorpelschaden für sein Comeback geschuftet. Aus dem ehemaligen Patienten wurde wieder der Spieler, was bei seiner Vorgeschichte ein Novum im Profifußball ist.

Jetzt macht Alemannias wichtigstes Gelenk nach einem Schneetraining wieder Probleme, aber der Fall taucht vermutlich korrekterweise nur im Kleingedruckten und nicht in der Schlagzeile auf. „Ich habe mir zwei der Knie leicht verdreht, aber es ist nichts Ernstes”, sagt Plaßhenrich.

Die Untersuchung beim Kölner Spezialisten Dr. Peter Schäferhoff steht erst am Donnerstag an, aber Plaßhenrich hat sich vorsorglich schon einmal bei einem Laien-Kniespezialisten erkundigt: bei sich selbst. Die Rücksprache endete mit der vorsichtigen Entwarnung.

Der grellige Mittelfeldspieler wird vermutlich noch in der Hinrunde wieder zu seiner Mannschaft stoßen. Zuletzt saß der Anführer gegen Osnabrück nur auf der Bank, was seltener vorkommt als Schneefall im November. „Wir waren mit Fiel und Lehmann auf der Position vor der Abwehr in den letzten Wochen gut aufgestellt”, sagt Trainer Jürgen Seeberger.

Zudem war Plaßhenrich nach überstandenem Nasenbeinbruch und Muskelfaserriss erst ein paar Einheiten wieder im Mannschaftstraining. Der Kapitän außer Dienst will auf Freitag zum Betzenberg fahren, wenn die beiden stärksten Heimteams der Liga aufeinandertreffen. Und weil Aachen diesmal als Auswärtsmannschaft unterwegs ist, ist der zuhause ungeschlagene 1. FC Kaiserslautern favorisiert in diesem Spitzenspiel.

Beim letzten Heimspiel fegten die Teufel Hansa Rostock 6:0 aus dem Stadion. Allerdings hat sie sich die fast in die 3. Liga verstoßene Mannschaft in den letzten Wochen allzu sehr auf ihre überragende Heimstärke verlassen. „Wenn man dann auswärts nicht punktet, gerät man unter Zugzwang”, sagt Seeberger.

In die Aufstellung haben sich noch ein paar Fragezeichen eingeschlichen. Wer verteidigt auf der rechten Seite? Der offensivstarke und wendige Florian Müller oder der drahtige Pekka Lagerblom? Und hat Szilard Nemeth sein kleines Formtief überwunden, oder hilft Lewis Holtby als zweiter Stürmer weiter? Die Grübelphase des Trainers hält noch an.

Gesichert ist aber die Erkenntnis: „Wir haben uns diese tolle Ausgangssituation erarbeitet. Wir sind bereit für das Spitzenspiel.”