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Belek: Vertrag mit regelmäßiger Kündigungsfrist

Belek : Vertrag mit regelmäßiger Kündigungsfrist

Die Prioritätenliste von Christoph Daum sieht so aus: „Das wichtigste ist jetzt das St. Pauli-Spiel, das zweitwichtigste das Spiel gegen Aachen, das drittwichtigste, dass wir oben dabeibleiben und das viertwichtigste der Aufstieg. Alles andere werden wir dann irgendwann besprechen.”

„Alles andere” ist zum Beispiel die Frage, ob Daum über den Sommer hinaus beim 1. FC Köln bleibt. Dem Trainer fällt ein deutliches Bekenntnis über das Ende dieser Saison hinaus schwer. Zwar steht er bei den Geißböcken bis 2010 unter Vertrag. „Für mich ist klar, dass Christoph das hier durchzieht”, sagt FC-Manager Michael Meier: „Damit meine ich den Aufstieg in die erste Liga.”

Dass Daum im Falle des Scheiterns bleibt, gilt als unwahrscheinlich. Aber auch dass er künftig als Erstliga-Trainer in der Domstadt wirkt, ist längst nicht sicher.

„Er erfüllt ja seinen Kontrakt und bricht ihn nicht”, sagt Meier, „er kann schließlich jedes halbe Jahr aus dem Vertrag heraus.” Der Manager bezieht sich auf eine Klausel, die dem Übungsleiter die vorzeitige Abkehr vom Geißbockheim jeweils zum 30. Juni oder 31. Dezember ermöglicht.

Die Situation ist für den Manager nicht neu. Ende April 2007 wollte Daum wegen der damaligen sportlichen Misere die Brocken hinschmeißen. Die FC-Spitze konnte ihn damals unter anderem mit Hilfe massiver finanzieller Zugeständnisse für den neuen Kader umstimmen. Ob das auch im Sommer gelingt?

Am vorletzten Tag in Belek traf Daums Mannschaft auf den russischen Erstligisten Tom Tomsk. 1:1 endete die Partie, in der Maznov die Russen in Führung brachte (3.), die Novakovic aber bereits zwei Minuten später ausglich. Chihi spielte erstmals nach seiner Leistenoperation eine Halbzeit lang. Daum sah vor dem heutigen Rückflug „gute Aktionen. Die Spielanlage ist in Ordnung, aber jeder weiß, dass wir bis zum Spiel gegen St. Pauli noch ein Schüppchen drauflegen müssen.”