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Köln: Training beginnt, aber kein Trainer in Sicht

Köln : Training beginnt, aber kein Trainer in Sicht

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln steht beim Trainingsauftakt wohl ohne neuen Chefcoach da.

Nach Angaben von Christopher Lymberopoulus läuft die Suche nach einem Nachfolger des beurlaubten Uwe Rapolder auf Hochtouren.

„Wir haben den ganzen Sonntag über Gespräche geführt”, sagte der FC-Pressesprecher. So wird das Team am Montagabend beim Hallenturnier in Köln (17.30 Uhr), an dem auch Alemannia Aachen teilnimmt, ohne den neuen Übungsleiter antreten.

„Wir werden das Hallenturnier nicht absagen, nur weil wir keinen neuen Trainer haben”, erklärte Lymberopoulus. Ob der Tabellen-16. dabei einen oder mehrere Kandidaten im Auge hat, wollte Lymberopoulus nicht kommentieren.

Auch zu einer Verpflichtung des Österreichers Walter Schachner machte er keine Angaben. Kölns Manager Michael Meier soll sich mit dem Trainer des Grazer AK getroffen haben.

Der ebenfalls gehandelte Matthias Sammer hat am Wochenende erklärt, dass er als sofortige Lösung nicht zur Verfügung stehen werde. „Meine persönliche Planung sieht vor, erst im Sommer wieder als Trainer zu arbeiten”, sagte der 38-Jährige. Auch Ralf Rangnick sagte ab. „Die Aufgabe in Köln wäre reizvoll. Aber ich bin im Kopf nicht frei”, sagte Rangnick am Sonntag.

Er habe gemerkt, dass es noch zu früh sei, bei einem anderen Club einzusteigen. Der bei Schalke 04 entlassene Coach stand zuletzt kurz vor einem Engagement beim VfL Wolfsburg. Dort wurde ihm Klaus Augenthaler vorgezogen.

Neben Schachner zählt Klaus Toppmöller zu den Kandidaten in Köln. Toppmöller hat zwar einen Vertrag als georgischer Nationaltrainer ab dem 1. Februar unterschrieben, könnte aber laut „Bild am Sonntag” in Personalunion auch Köln betreuen.

Unterdessen hat der FC Bayern München seine Bemühungen um eine Verpflichtung von Nationalstürmer Lukas Podolski vom 1. FC Köln intensiviert. „Wir haben Podolski ein Angebot gemacht”, bestätigte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Allerdings hat der 20-jährige Angreifer nach Angaben von Hoeneß noch keine Entscheidung getroffen: „Wenn der Spieler interessiert ist, muss er uns das sagen. Dann werden wir uns mit Köln zusammensetzen.”

Podolskis Berater Kon Schramm bestätigte nur das Interesse der drei Bundesligisten FC Bayern, Hamburger SV und SV Werder Bremen. „Wir haben aber noch mit keinem Verein verhandelt”, sagte Schramm.

Eine Verpflichtung von Podolski schon in der Winterpause schloss Hoeneß aus. Der 1. FC Köln hat nur noch in diesem Jahr die Möglichkeit, für Podolski eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Im Gespräch sind rund zehn Millionen Euro. 2007 könnte der Nationalspieler offenbar für eine festgeschriebene Ablöse von einer Millionen Euro wechseln.