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Mönchengladbach: Strasser kommt auf den Geschmack

Mönchengladbach : Strasser kommt auf den Geschmack

Auch am Sonntag beim VfL Wolfsburg muss Borussia Mönchengladbach auf den Soforthelfer im Sturm warten.

Zwar haben Trainer Hans Meyer und Sport-Direktor Christian Hochstätter sich Bröndby-Torjäger Ruben Bagger beim 0:1 in der Champions-League-Qualifikation in Trondheim angeschaut. Der 30-jährige Däne agierte in Norwegen allerdings im Mittelfeld.

„Es gab gleich fünf interessante Spieler, und nicht alles Stürmer”, berichtet Hochstätter. „Wir werden Bagger erneut beobachten, haben mit ihm selbst aber noch nicht gesprochen.”

Zum Glück - in diesem Fall - gibt es aber Spielerberater, ansonsten müssten die Profis ihre Wechselbereitschaft auf dem Trikot signalisieren.

Glaubt man der landläufigen Meinung, dann bietet sich im Wolfsburger Stadion der Gladbacher Offensive auch ohne Bagger eine ideale Spielwiese. Vorne hui, hinten pfui, lautet das Urteil.

„Totaler Quatsch!”, widerspricht Hans Meyer. Zwar schwärmt auch der Borussen-Trainer von Klimowicz, Petrow und Ponte. Aber auch die Defensive steckt Meyer nicht in die unterste Schublade. „Recht ordentlich. Sonst hätten sie wohl nicht so unglücklich in Schalke verloren.”

Um den argentinischen Sturmtank Diego Ferdinand Klimowicz, der auf Schalke noch verletzt fehlte, wird sich Jeff Strasser „liebevoll” kümmern. Der scheint nach dem gelungenen Auftakt gegen Bayern-Stürmer Giovane Elber Geschmack an der ungewohnten Position gefunden zu haben.

„Für einen kopfballstarken Spieler ist es interessant, zentral zu spielen. Außen kommt man schwerer ins Spiel. Aber letztlich geht es um die Mannschaft. Mir ist es egal, wo ich lieber spiele. Nur eins weiß ich: Ich muss spielen”, erklärt Borussias neues Kopfball-Ungeheuer.

Aus diesem Stoff sind „Charakter”-Profis gestrickt, die Hans Meyer liebt und braucht für das Unternehmen „Nie mehr 2. Liga”.

Und dazu passt, dass auf Steffen Korell wohl erneut eine Aufgabe zukommt, die wenig spektakulär, dafür aber umso Kilometer-intensiver ist: Erst Mehmet Scholl, nun die Beschattung von Robson Ponte, falls der Brasilianer hinter den Spitzen spielt. Möglichst mit ähnlichem Erfolg: Die Bayern-Kreativkraft erzwang als einzig Zählbares nur eine Gelbe Karte für seinen Schatten.

Falscher Lorbeer: „Ich habe ihn gefragt, warum fällst du hin?”, erzählt Korell. Scholls Antwort: „Ich hab nen Krampf.”