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Aachen: „Seeberger ist für mich kein Trainer”

Aachen : „Seeberger ist für mich kein Trainer”

In ungewöhnlich scharfer Form rechnet Alemannias Ex-Kapitän Laurentiu Reghecampf mit Jürgen Seeberger ab. Der Cheftrainer hatte den Rumänen in der Rückrunde zumeist auf die Tribüne verbannt, ihn kaum noch berücksichtigt und plant offenkundig auch für die kommende Saison nicht mehr mit ihm. Mit Reghecampf sprach unser Redakteur Christoph Pauli.

Wo werden Sie bei Aachens Trainingsauftakt am 23. Juni sein?

Reghecampf: Ich werde dort sein.

Gibt es nicht die Idee, sich wegen mangelnder Perspektive beruflich zu verändern?

Reghecampf: Ich habe viele Vereine und Möglichkeiten. Aber ich möchte, dass Alemannia erst einmal eine Lösung für mich findet. Ich möchte nicht Seebergers Wünsche erfüllen. Das ist ein Mann, der erst sechs Monate in Aachen ist und alles kaputtmachen will. Wenn er will, dass ich weg gehe, dann soll er mich bezahlen. Fertig.

Macht es für einen Leistungssportler keinen Sinn, eine Lösung zu finden?

Reghecampf: Ich möchte die anderen Möglichkeiten nicht annehmen. Der Umgang mit mir ist wie im Kindergarten. Ich bin bereit, in den Wald zu gehen oder bei den Amateuren zu trainieren, wie er es mir angekündigt hat. Aber auch da habe ich einen Anspruch auf einen Profitrainer. Das steht im Vertrag.

Die Perspektive in Aachen fehlt für Sie. Zu welchen Konditionen würden Sie Ihren Vertrag bei Alemannia auflösen?

Reghecampf: Wenn Alemannia mir das ganze Geld bezahlt bis zum 30. Juni 2009, nur dann bin ich weg. Ich habe viel Respekt vor den Fans und dem Manager und auch dem Präsidenten. Aber vor Seeberger habe ich keinen Respekt, und deswegen bleibe ich. Er sollte sich besser konzentrieren auf seine Mannschaft. Wenn er nicht oben spielt, hat er ansonsten Probleme. Er ist für mich kein Trainer.