1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

München: Schweinsteiger hat keine Angst vor Ribéry

München : Schweinsteiger hat keine Angst vor Ribéry

Neue Freundin, neuer Sportwagen, neuer Berater - doch seinen alten Platz will Bastian Schweinsteiger beim Comeback im Starensemble des FC Bayern München am liebsten behalten. „Die Position im linken Mittelfeld habe ich immer gespielt. Das ist eine Gewohnheitssache”, sagte der 22-Jährige, der nach einer langen Leidenszeit in dieser Woche zeitgleich mit Konkurrent und 25- Millionen-Euro-Mann Franck Ribéry das Training mit der Mannschaft aufnahm.

Eine Knie-Entzündung, verursacht durch eine Borreliose- Erkrankung, legte den Kreativ-Spieler über Monate lahm - nun ist er endlich wieder am Ball.

Drei Monate nach dem letzten Pflichtspieleinsatz für die Bayern nahm der 43-malige Nationalspieler am Freitag in München sein Doppel-Comeback ins Visier: Anfang August will der Mittelfeldspieler mit dem FC Bayern im DFB-Pokal bei Wacker Burghausen weiterkommen und auch eine Woche später beim Bundesliga-Start gegen Rostock auf dem Platz stehen. Zum Auftakt der EM-Saison steht am 22. August das Länderspiel gegen England auf dem Programm.

„Das Spiel in Wembley ist eine einzigartige Sache, da möchte ich auf jeden Fall dabei sein. Doch primär zählt der FC Bayern”, sagte Schweinsteiger, der sein lange entzündetes Knie zumindest wieder teilweise belasten kann und ein „bisschen Zweikämpfe” bestreitet. Ob das Knie wirklich hält, wird sich erst nach maximalen Belastungen im Training zeigen. „Die mache ich noch nicht”, erklärte Schweinsteiger, der am Freitag etwas Muskelkater verspürte und noch nicht wieder über die Muskelmasse vergangener Tage im linken Oberschenkel verfügt.

Angst vor der Konkurrenz hat Schweinsteiger, der mit einem neuen schwarzen Sportflitzer zum Training vorfuhr, nicht. „Ich bin voll überzeugt, dass ich spielen werde”, erklärte er - aber vorsorglich brachte er sich auch schon für andere Positionen ins Gespräch. „Ich kann auch in der Zentrale oder auf der rechten Seite spielen”, erklärte der 22-Jährige, der bald sein neues Management bekannt geben möchte. Nicht nur sportlich geht es für den Mittelfeldmann nach einem schwierigen Jahr wieder bergauf, privat freut sich Schweinsteiger über die Zuneigung des 18 Jahre alten Models Sarah.

Schweinsteigers Nationalmannschaftskollege und Neuzugang Jan Schlaudraff ist dagegen noch meilenweit vom Comeback entfernt. „Es dauert vier bis sechs Wochen, bis ich anfangen kann zu laufen”, sagte der vor einem Monat wegen eines Bandscheibenvorfalls operierte Offensivspieler. Schlaudraff, der für 1,2 Millionen Euro von Alemannia Aachen kam, bleibt das Pech treu. Erst die Verletzung, und auch beim Umzug nach München klappt eigentlich nichts.

Die vor elf Wochen bestellten Möbel werden wegen Lieferschwierigkeiten der Firma wohl gar nicht mehr kommen, der Umzug ins neue Haus verzögerte sich. „Es ist alles sehr schwierig angelaufen”, sagte der 23-Jährige.