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Köln: Schober zieht Köln den Nerv

Köln : Schober zieht Köln den Nerv

Der Pokal-Krimi im Regen von Müngersdorf hatte seinen Helden: Mathias Schober.

Der Hansa-Torhüter parierte im Elfmeterschießen die Schüsse von Lukas Podolski und Christian Lell und sorgte dafür, dass Bundesligist Hansa Rostock durch einen 7:5 (3:3, 2:1)-Erfolg beim 1. FC Köln ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzog.

Die Gäste mussten ab der 57. Minute mit zehn Spielern auskommen, weil Uwe Möhrle wegen absichtlichen Handspiels die Rote Karte gesehen hatte.

Trainer Juri Schlünz durfte trotzdem jubeln: „So etwas gibt es nur im Pokal. Was die Mannschaft in Unterzahl geleistet hat, war sensationell. Nicht die glücklichere, sondern die spielerisch bessere Mannschaft hat gewonnen.”

Kollege Huub Stevens dagegen war zwar mit der kämpferischen Leistung einverstanden, nicht aber mit der Reaktion auf den Rängen. „Dass wir in der ersten Halbzeit von unserem Publikum ausgepfiffen worden sind, verstehe ich nicht. Da muss ich mit unserem Präsidenten drüber reden.” Was immer der letzte Satz bedeuten soll...

Dabei hätte er Verständnis zeigen können für die Anhänger: Der FC in Halbzeit 1: Kein Selbstvertrauen, keine Sicherheit und von System keine Spur in der Kölner Formation. Stevens hatte seine Elf umgebaut und dabei kein glückliches Händchen bewiesen.

Für den gesperrten Cullmann kam Sinkala in die Dreier-Kette, dessen Platz im Mittelfeld nahm Lell ein. Schindzielorz musste seinen Platz für Grujic räumen, und Feulner spielte für Guié-Mien.

Auf dem Platz war das Resultat nicht einmal Stückwerk. Hansa spielte ihren Part locker runter. Bis zur 29. Minute, als Feulner aus 16 Metern traf - Kölns Führung aus dem Nichts. Aber Fehler in der Abwehr kosteten den Vorteil. Tjikuzu und di Salvo brachten Rostock verdient in Front.

Mit den Einwechslungen von Guié-Mien und Ebbers kamen nach der Pause Schwung und Spielkultur in die Aktionen des FC. Mit Folgen: Möhrle holte Springers Schuss in bester Torwart-Manier von der Linie, sah die Rote Karte, und Podolski jagte den Strafstoß zum 2:2 ins Netz (57.).

Und als sich Sinkala ein Herz fasste, aus 18 Metern abzog und traf (65.), glaubten alle an die Entscheidung, doch im Gegenzug glich di Salvo aus.