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Gelsenkirchen: Schalke: Keller muss gehen, di Matteo kommt

Gelsenkirchen : Schalke: Keller muss gehen, di Matteo kommt

Der FC Schalke 04 trennt sich von seinem Trainer Jens Keller. Das teilte der Fußballverein am Dienstagmorgen mit. Kellers Nachfolger wird der ehemalige Chelsea-Trainer Roberto di Matteo.

Schalkes Manager Horst Heldt begründete Kellers Beurlaubung mit den Leistungen der Mannschaft in den vergangenen Wochen. „Es fehlt die notwendige Konstanz, um unsere gesteckten sportlichen Ziele zu erreichen. Daher haben wir uns dazu entschieden, einen Schnitt zu vollziehen“, sagte Heldt laut einem Bericht auf der Homepage des Vereins. „Auch positive Ansätze wie die sieben Punkte aus der Englischen Woche mit dem i-Tüpfelchen des Derbysiegs haben leider keine nachhaltige Wirkung gezeigt.“ Neben Keller müssen auch Co-Trainer Peter Hermann und Torwart-Trainer Holger Gehrke gehen.

Keller, 43, hatte im Dezember 2012 als Cheftrainer auf Schalke begonnen. Er galt stets als umstritten, beinahe ständig wurde über mögliche Nachfolger diskutiert. Keller aber gelang zwei Mal in Folge die Qualifikation zur Champions League, in der vergangenen Saison sogar die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte.

In die laufende Bundesliga-Saison startete Schalke mit nur acht Punkten aus sieben Spielen — Rang elf. Nach der 2:1-Niederlage gegen Hoffenheim vom Samstag hatte sich Keller in Bezug auf seine Position dennoch gelassen gezeigt: „Ich habe einen sensationellen Job. Es macht mir viel Spaß. Ich denke, dass mich viele Trainer beneiden.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04, Clemens Tönnies, äußerte sich derweil am Montag in der WAZ, er sagte: „Wir werden analysieren, woran es liegt und treffen dann die notwendigen Entscheidungen.“

Am Dienstagmorgen berichtete der Sender Sky Sport News HD über die Entlassung Kellers. Der Verein bestätigte sie kurz darauf auf Twitter und gab zugleich die Verpflichtung di Matteos bekannt. Sein Vertrag gilt zunächst bis zum 30. Juni 2017.

Di Matteo, 44, hatte 2012 mit dem FC Chelsea die Champions League gewonnen. Die Londoner besiegten im Elfmeterschießen den FC Bayern München. Im November desselben Jahres trennte sich Chelsea jedoch von seinem italienischen Trainer. Seither war di Matteo ohne Verein.

„Mit dem Trainerwechsel möchten wir einen neuen Impuls setzen“, sagte Heldt weiter. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Roberto Di Matteo das Team stabilisiert und es schafft, unsere Ziele in der Bundesliga und der Champions League zu erreichen.“

Kellers Entlassung ist die zweite in der laufenden Bundesliga-Saison, im September hatte sich der Hamburger SV von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt.

(red)