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Kaiserslautern: Sascha Rösler rettet der Borussia einen Punkt

Kaiserslautern : Sascha Rösler rettet der Borussia einen Punkt

Erinnern sie sich: Die WM, Deutschland gegen Polen, die Szene, als Oliver Neuville das 1:0 erzielte? Wie die Ersatzspieler und das Trainerteam auf der Bank schier ausflippten? So war´s am Montag in der Schlussphase gleich zweimal!

Ausflippende Borussen: Als Sascha Rösler nach Marko Marins Freistoß per Kopf den Ausgleich erzielte (85.), nur eine Minute nach Bohls herrlichem Treffer zur hoch verdienten Kaiserlauterer Führung. Eine weitere Minute später, als Bugera gegen den eingewechselten Sharbel Touma die Notbremse zog und vom Platz flog.

Es war eine dramatische, spektakuläre Schlussphase, die aber über viele Unzulänglichkeiten im Borussen-Spiel nicht hinwegtäuschen darf. Es bleibt noch viel Arbeit! Gohouri fehlt: Grippe. Wer für Steve Gohouri, 27, die Bezeichnung „Weichei” wählt, liegt ziemlich daneben.

Und so wollte der Ivorer auch trotz seiner Grippe in der Anfangself stehen, doch Borussias medizinische Abteilung legt ihr Veto ein und zwang Jos Luhukay zu einer Umstellung. Für Gohouri zog der Trainer Paauwe ins Abwehrzentrum zurück und gab im defensiven Mittelfeld Polanski als zweitem „Sechser” neben Svärd eine Chance.

Zudem wie erwartet neu im Team gegenüber dem Pokalspiel in Osnabrück: Voigt für Compper, Ndjeng für Lamidi und Coulibaly für Rafael. Letzterer wurde in der Spitze von Kapitän Rösler vertreten, dessen Position im Mittelfeld Coulibaly einnahm. Und der „Gestalter” spielte nach nur 16 Sekunden einen Pass schön in die Spitze, doch Ndjeng kam einen Schritt zu spät. Das wäre ein Auftakt gewesen! Dummerweise war es für lange, lange Zeit die letzte Chance.

Ohne Konsequenz

Die Gäste kontrollierten zwar meist das Geschehen, ließen aber im Spiel nach vorne - speziell bei Kontermöglichkeiten - die Konsequenz vermissen. Erst kurz vor der Pause versuchte Coulibaly sein Glück mit einem 25-m-Schuss, doch der Ball rauschte am FCK-Tor vorbei. Die Sehnsucht nach einem torgefährlichen Stürmer wurde somit auch nach den ersten 90 Minuten der Saison nicht gestillt. Ob der Israeli Roberto Colautti, 25, - wir berichteten - schon bald der Neue sein wird? Sportdirektor Christian Ziege unterbreitete Maccabi Haifa jedenfalls ein Angebot.

Mit Stürmer Nr. 4 (Stachnik) und viel Schwung kam der FCK aus der Kabine, in der die Borussia zunächst alle guten Tugenden gelassen hatte. Und auch Chancen gab es jetzt. Richtig gute - alle für die Gastgeber! Doch entweder parierte der sichere Heimeroth gegen Reinert und Jendrisek (48., 49.), oder der Ball flog am Tor vorbei (Stachnik/60., Runström/63.). Die Gastgeber versuchten es mit Spielwitz, die Borussia wie schon vor der Pause meist nur mit lang geschlagenen Bällen - ineffektiv. Neuen bzw. überhaupt Schwung sollten in der Schlussphase bei ihren Debüts Touma und Rob Friend bringen. Das aber gelang nur in den letzten fünf Minuten. Fünf kurze Minuten lang!