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Mönchengladbach: Roel Brouwers bejaht die Gretchenfrage

Mönchengladbach : Roel Brouwers bejaht die Gretchenfrage

Borussia-Park am Sonntag, 17.15 Uhr. Tief schaute Jos Luhukay seinem Verteidiger Roel Brouwers in die Augen - womit klar ist: Das war kein Gespräch auf dem Trainingsplatz.

Der lange Niederländer saß seinem Trainer und Landsmann am Schreibtisch gegenüber, und Luhukay hatte dem 1,90-Meter großen Innenverteidiger die Gretchenfrage gestellt: „Bist Du 100-prozentig fit?” Dessen „Ja” stimmt den Trainer zuversichtlich für das Spitzenspiel gegen Mainz 05. „Ich glaube, dass wir mit ihm ein Stück Stabilität zurückgewinnen.”

Die ist dringend nötig nach dem Stolperstart in die Rückrunde und speziell dem 2:4 in Hoffenheim. Besonders in der Defensiv-Zentrale erlaubte seine Mannschaft den Gegnern zu häufig den Durchmarsch. Die erwünschte Dichtigkeit vermochte auch Neuzugang Thomas Kleine der Abwehr nicht zu verleihen.

Doch der Ex-Hannoveraner wird genauso wenig zum Sündenbock gestempelt wie andere Spieler von der Bank, die in der Zeit der Verletzungsmisere helfen sollten - und mehr oder weniger kläglich dabei scheiterten. Die Stunde der Reservisten: Sie brachte keine Umwälzung in der Kader-Hierarchie, was Luhukay nicht verwundert. „Es war schwer für die Jungs, die reingekommen sind. Sie haben sich bemüht, aber die kollektive Stärke hat gefehlt.”

Kleine oder Eugen Polanski - Opfer eines schlechten Timings, der Rhythmus-Störungen durch die Winterpause? „Wenn das in der starken Phase der Hinrunde passiert wäre, hätte die Mannschaft das ohne Problem auffangen können”, sagt Borussias Trainer. Doch speziell im Fall Polanski dürften zumindest leichte Zweifel erlaubt sein.

Wenn´s nicht läuft, speziell in der Abwehr, kann sich auch ein Torhüter einbringen. Die Kollegen wach machen, anfeuern, dirigieren, rausschieben ist die verbale Seite. Dazu mal einen Unhaltbaren parieren, aggressiv sich behaupten, zumindest das Fünfmeter-Revier auch mal öffentlich markieren, spürbar für die Angreifer, aber auch sichtbar für die Fans ist die andere Seite. All das vermochte Christofer Heimeroth zuletzt nicht zu leisten. Vermag er das überhaupt? Mainz wäre ein gute Beginn!