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Aachen: Reisinger-Transfer droht zu platzen

Aachen : Reisinger-Transfer droht zu platzen

Die Mannschaft hat sich verteilt auf die Strände Europas, nur der Manager schwitzt zu Hause über dem Aachener Mannschaftspuzzle. Die letzte Lücke muss geschlossen werden. Ein Stürmer fehlt noch in den Plänen von Jörg Schmadtke.

Die Kaderreduzierung trifft besonders die Abteilung Attacke. Mit fünf Stürmern war Aachen in der letzten Saison unterwegs. Und nun? Zwei Angreifer - Szilard Nemeth und Markus Daun - sind bereits auf dem Hof. Dazu kommt ein „halber”. Von dem A-Jugendspieler Lewis Holtby versprechen sie sich eine ganze Menge. Aber kann ein 17-jähriger Schüler gleich eine ganze Saison ohne signifikante Schwankungen durchstehen? „Es wird sich zeigen, wie schnell er aufgebaut werden kann”, sagt Schmadtke lakonisch.

Ein „erwachsener” Stürmer soll noch dazu kommen, mit „dreieinhalb” Stürmern geht der Klub das nächste Abenteuer an.

Die Spur zu Nando Rafael ist erkaltet. Der Mönchengladbacher wird nicht nach Aachen wechseln.

Heißer ist die Spur zu Stefan Reisinger. „Für mich ist dieses Angebot eine Ehre”, sagt der Sturmführer der Spielvereinigung Greuther Fürth. In dieser Woche hat er ein Argument für den Vereinswechsel zwar verloren, weil sein Trainer Bruno Labbadia verschwunden ist. Den 26-Jährigen zieht es aber auch unter dem neuen Coach Benno Möhlmann in den „Wilden Westen”. „Es wäre traumhaft, wenn der Wechsel klappen würde”, sagt Reisinger, der noch ein Jahr lang Vertrag in Fürth hat. Und da türmen sich die Probleme auf. Kolportiert wird eine Ablöseforderung von etwa 400.000 Euro. Das macht den Transfer eher unwahrscheinlich, denn den Aachenern fehlen die Mittel. „Ich kann nur abwarten”, sagt Reisinger, der sich am Montag für einige Tage nach New York verabschiedet.

Aachens Manager Jörg Schmadtke muss erst einmal im eigenen Kader aufräumen, um wieder liquider zu werden. „Die Lage war schon mal einfacher”, räumt er ein.

Jeffrey Leiwakabessy, Laurentiu Reghecampf, Alexander Klitzpera sollen den Verein trotz laufender Verträge verlassen. Zu allem Überfluss hat sich auch noch der nach Kaiserslautern ausgeliehene Benjamin Weigelt zurückgemeldet, dessen geplante Rückkehr zu Mainz 05 sich zerschlagen hat. „Ich glaube nicht, dass die vier Spieler in die Mannschaft zurückkehren”, sagt Schmadtke. Das entbindet ihn nicht von vertraglichen Zahlungsverpflichtungen, wenn die Profis keine anderen Arbeitgeber finden (wollen). Stand Ende Mai: „Im Moment gehe ich davon aus, dass die Spieler zurückkommen.”

Die Folgen sind gravierend: Schmadtke kann sich nicht so wie gewünscht im ohnehin gekappten Etat bewegen.