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Hoffenheim: Rangnick und sein 4:0-Sieg dank Technik

Hoffenheim : Rangnick und sein 4:0-Sieg dank Technik

Vorsprung durch Technik kennt man. Gerechtigkeit durch Technik wird diskutiert und von Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick eingeklagt. „Ich weiß nicht, warum sich der Fußball davor immer noch verschließt. Statt eines vierten Offiziellen, der nur darauf achtet, ob ein Trainer aufspringt, sollte in Technik investiert werden”, fordert Rangnick nach dem 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach.

Spinnt man diese Forderung des Videobeweis zurück auf das Spiel, hätte seine Elf 4:0 gewonnen. Die Vision des Ralf R.: Schiedsrichter Wolfgang Stark schaut sich das mit Strafstoß geahndete Handspiel von Per Nilsson im Schiri-Fernseher an - und entscheidet auf Freistoß, da die Szene sich knapp vor der 16er-Linie ereignete. Gladbach wäre nicht (durch Filip Daems) in Führung gegangen. Vielleicht aber durch einen Freistoß von Arango. Sicher wäre allerdings die Rote Karte für Nilsson gewesen, der dank des verhängten Handelfmeters mit Gelb davonkam.

Auch der zweite Treffer der Gladbacher war für Rangnick und die Seinen ein Untor, da Colautti seinen Fuß nicht im Zaun hatte und den Schuss von Bobadilla noch unnötig über die Linie drückte. Höchst (!) abseitsverdächtig, aber Restzweifel blieben auch bei den Sky-Reportern nach der xten Wiederholung.

0:0 also, und dann noch zwei verwandelte Handelfmeter für Hoffenheim durch die Sündenfälle von Daems und Dante. Summa summarum 4:0, da Stark immerhin ja eine Minute vor Schluss den erneuten Frevel von Daems mit Elfmeter ahndete, nachdem Ibisivic zuvor ein unstrittiges Tor zum 1:2 erzielt hatte.

Doch speziell der Pfiff zum 2:2 war am ehesten umstritten und für viele gar eine Konzessionsentscheidung. Der Gladbacher Kapitän bekam den Ball aus kurzer Distanz gegen die instinktmäßig als Schutz ausgefahrene Hand geknallt. Diese Diskussion würde auch nicht durch Technik aufgelöst. Hand oder nicht lässt sich nicht durch virtuelle Linien ermitteln. Ein Chip im Ball mag sinnvoll sein, ein Chip im Hirn etwa auch?