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Köln: Rahn wähnt sich im „Rausch”

Köln : Rahn wähnt sich im „Rausch”

Nach solch gelungenen Auftritten lassen sich Schmerzen leicht ertragen.

Kölns Defensivmann Carsten Cullmann erfreute sich am Tag nach der 8:1-„Karnevalssitzung” des 1. FC Köln gegen das unterirdisch kickende Personal aus Burghausen bester Laune.

Dies, obwohl seine Platzwunde, die er sich nach 72 Minuten hatte, mit vier Stichen genäht worden war. Kein Problem”, sagte der 28-Jährige beim samstäglichen Auslaufen, „es war eine unglückliche Situation. In Frankfurt bin ich dabei.”

Viel mehr als das eigene Missgeschick interessierte Cullmann die Werbewirksamkeit dieses 8:1: „Es war so wichtig, dass wir endlich ein überzeugendes Heimspiel abgeliefert haben und dass wir beruhigt in die Halbzeit gehen konnten.”

Da stand es bekanntlich nach „Einschlägen” von Podolski (2), Ebbers und Konstantinidis bereits 4:0, ehe Voigt, Scherz (2) und Lell verdoppelten.

Kein „FC Podolski”

Sechs Torschützen: Das nahm Trainer Huub Stevens freudig zur Kenntnis: „Die Jungs suchen sich, sehen ihre Mitspieler.” Womit der Coach sich in seiner „Dauerpredigt” bestätigt sieht, „dass wir nicht der FC Podolski sind”.

Der Jungstar, der mit seinen Kollegen nach dem trainingsfreien Sonntag am Montagabend gestärkt in die Karnevalssitzung des Klubs geht, freute sich „über das insgesamt schöne Spiel, das wir den Fans geboten haben”.

Dazu trug auch Christian Rahn in seinem Heimdebüt bei. Manager Andreas Rettig: „Er hilft uns fußballerisch weiter. Das hat man gesehen. Auch Bilicas Leistung war okay. Dass er wenig gefordert war, lag nicht an ihm. Er fordert den Ball, ist kopfballstark und ballsicher.”

Rahn fühlte sich als Teil einer Mannschaft, „die sich in der zweiten Halbzeit in einen Rausch gespielt und teils sensationellen Fußball gezeigt hat. Aber wir wissen , dass uns andere Mannschaften noch gefährlich werden können.”

Der Neuzugang zeigte Bodenhaftung. Denn das Anforderungsprofil, das Burghausen den Kölner vorgab, war zuweilen lächerlich simpel.

Rettig hatte die Partie am Sonntag abgehakt: „Was dieses 8:1 wert ist, sehen wir Freitag in Frankfurt. Montag darf bei unserer Karnevalssitzung geschunkelt werden. Aber dann geht es nur noch um das nächste Spiel.”

Und dass Köln nach Duisburgs 1:4 in Saarbrücken Tabellenführer bleibt, wurde lediglich als Randnotiz registriert. Stevens: „Wo wir hin wollen, sind wir erst nach 34 Spielen.”