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Aachen: Profiteam mit elf Brasilianern?

Aachen : Profiteam mit elf Brasilianern?

Theoretisch jedenfalls kann ein Profiteam ab der nächsten Saison aus elf Brasilianern gebildet werden. Die Deutsche Fußball-Liga hat eine Reform der Ausländerbeschränkung beschlossen.

So wird die geltende Beschränkung im Profifußball vollständig aufgehoben und gleichzeitig die von der UEFA praktizierte so genannte „Local-Player”-Regelung eingeführt. Zudem wurde entschieden, dass auch künftig pro Klub mindestens zwölf deutsche Lizenzspieler unter Vertrag stehen müssen.

Die „Local Player”-Regelung sieht vor, dass von der kommenden Saison an mindestens vier bei einem deutschen Klub ausgebildete Akteure unter Vertrag stehen müssen. Von der Spielzeit 2007/2008 sind sechs, von der darauf folgenden Saison an acht dieser Akteure Pflicht. Von diesen lokal ausgebildeten Spielern muss jeweils die eine Hälfte im Alter zwischen 15 und 21 Jahren für mindestens drei Spielzeiten für ihren Klub, die andere Hälfte zumindest im Bereich des DFB spielberechtigt gewesen sein.

Borussia Mönchengladbach begrüßt die neue DFL-Ausländerregelung. „Das passt in unsere Philosophie und ist auch eine Wertschätzung für die Klubs mit guter Jugendarbeit”, sagte Borussias Jugend- und Amateurchef Max Eberl. Der seit Jahren für seine gute Jugendarbeit bekannte Klub will zukünftig etwa ein Drittel des Profikaders aus dem eigenen Nachwuchsbereich auffüllen. Schon im letzten Hinrundenspiel der Borussia gegen Eintracht Frankfurt standen am Ende in Marcell Janssen, Eugen Polanski und Marvin Compper drei Spieler aus dem „Fohlenstall” im Bundesligateam.

Aachens Manager Jörg Schmadtke reagiert skeptisch auf die neue Regelung: „Ich glaube, dass sich einige, als darüber abgestimmt wurde, nicht im Klaren waren über die Konsequenzen. Für Alemannia ist die neue Regelung auf Grund fehlender Wirtschaftlichkeit und wegen der geographischen Lage von Nachteil. Vier im Verein ausgebildete Spieler - ich glaube nicht, dass wir schon so weit sind.”