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Köln: Podolskis Einsatz in Cottbus fraglich

Köln : Podolskis Einsatz in Cottbus fraglich

Es war das erhoffte Fußballfest. Aus Gastgebersicht mit lediglich einem kleinen Schönheitsfehler: Der 1. FC Köln verlor das Testspiel gegen den FC Bayern München im RheinEnergieStadion vor 50000 Zuschauern mit 0:1 (0:0).

Das Tor fiel, weil sich der eingewechselte Alexander Zickler nach 59 Minuten und einer Ecke von Sebastian Deisler höher in den Himmel „schraubte” als Kölns Lukas Sinkiewicz und per Kopfball den Treffer des Nachmittags erzielte. „Der einzige Fehler, den er gemacht hat”, nahm Kölns Trainer Huub Stevens seinen Innenverteidiger in Schutz.

Bitter für Köln: Lukas Podolski saß auf der Tribüne und wird auch morgen beim letzten Testspiel vor Anpfiff (19 Uhr) der Rückrunde bei Roda JC Kerkrade wohl nicht spielen können. Ein eher zweckoptimistisches „mir geht es besser” brachte der Jungstar über die Lippen. Stevens: „Die Gefahr, dass Lukas länger ausfällt, ist zu groß. Es ist sehr fraglich, ob er Dienstag dabei ist. Ich weiß nicht einmal, ob er in Cottbus spielen kann, weil jeder Schuss im Spann schmerzt.”

Dafür zeigten seine gut organisierten Kollegen der Kölner „Notelf”- Tsiartas, Feulner, Bröker und Gui-Mien fehlten verletzt oder krank -, gegen die bayrische Großmacht (ohne den für den Rückrundenstart beim HSV gesperrten Ballack) vor der Pause eine engagierte Vorstellung. Je nach Heilungsverlauf im „Kölner Lazarett” dürfte die Anfangsformation des Sonntags auch die Anfangsformation desnächsten Sonntags sein. Giovanni Federico, ansonsten in der „zweiten Reihe”, agierte lange ordentlich im zentralen Mittelfeld. Die erste Halbzeit entwickelte sich zur sehenswerten Partie mit ausgeglichenen Anteilen.

Der Unterschied zwischen dem Herbstmeister des Fußball-Oberhauses und dem Tabellenzweiten der Zweiten Liga: Bayern-Coach Felix Magath tauschte in der zweiten Halbzeit sieben Berufsfußballer aus - ohne Qualitätsverlust. Stevens wechselte nach der Pause fünf Feldspieler ein. Und diese „Garnitur” blieb im Vergleich zur Startelf blass. Ein ordentliches Comeback feierte Stefan Wessels ab der 46. Minute im Tor. Doch er wird Alex Bade beim Rückrundenstart kaum den Platz streitig machen können.

Das positive Nebengeräusch dieses Nachmittags: Es kamen weit mehr als 100.000 Euro für die Flutopfer in dem südindischen Fischerdorf Pattinamcherry zusammen.

Ein anderes Nebengeräusch kam schon vor Anpfiff aus München: Bayerns Vorstandsvorsitzender Karlheinz Rummenigge bot den Kölnern via Interview „Bankdrücker” Tobias Rau an: „Er ist nicht so teuer wie Overath vielleicht glaubt.” FC-Manager Andreas Rettig fand die Offerte „bemerkenswert. Kalles Personalvorschläge ersparen uns das Scouting”, kommentierte er ironisch. Eher fraglich, ob die Gehaltsvorstellungen des Linksverteidigers mit dem Budget der Kölner in Einklang zu bringen wären.

Köln: Bade (46. Wessels) - Sinkala (80. Lell), Sinkiewicz, Konstantinidis, Voigt - Schindzielorz (61. Achenbach) - Springer (61. Cullmann), Federico (74. Benschneider), Streit - Scherz, Ebbers (61. Tököli).