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Köln: Pierre Womé verspricht: „Das Beste kommt noch”

Köln : Pierre Womé verspricht: „Das Beste kommt noch”

Am Sonntag kehrt Bundesliga-Profi Pierre Womé mit dem 1. FC Köln zum SV Werder Bremen zurück, bei dem er gute und sehr harte Zeiten erlebte. Unserer Mitarbeiterin Kerstin Thesing sprach mit dem Verteidiger.

Sie hatten in Bremen eine starke Saison. In der letzten Spielzeit aber waren Sie lange verletzt und wurden nach Kritik an den Werder-Ärzten nicht mehr aufgestellt.

Womé: Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere. Von außen mag das als etwas Besonderes wahrgenommen werden.

Sie hatten einen schlechten Start in Köln, waren nach einem Ellbogencheck drei Spiele gesperrt...

Womé (schmunzelt): Bitte nicht schon wieder

... zuletzt haben Sie dann ganz gute Noten bekommen als linker Verteidiger.

Womé: Man darf nicht vergessen, dass ich ein Jahr nicht gespielt habe. Ich steigere mich derzeit von Spiel zu Spiel. Im Moment bin ich so bei 50 bis 65 Prozent meiner Leistungsfähigkeit. Ich arbeite weiter an mir und kann den Fans sagen: Das Beste kommt noch.

Besonders berüchtigt sind Ihre weiten Einwürfe.

Womé: Ja, die habe ich früher in den Trainingseinheiten extra geübt.

Sie haben bei großen Klubs wie Inter Mailand gespielt. Wo liegen die Unterschiede zum FC?

Womé: Jede Mannschaft hat Ihre eigene Kultur, die Stimmung im Verein ist jeweils eine andere. Hier in Köln fasziniert mich vor allem, dass es egal ist, ob wir gegen Cottbus oder die Bayern spielen. Die Fans stehen immer mit der selben Intensität hinter uns.

Sie gelten als „harter Hund”, der aggressiv in Zweikämpfe geht. Haben Sie ein falsches Image?

Womé: Ja.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Womé: Ich bin sehr erfolgshungrig und versuche stets die richtige Lösung fürs Team zu finden. Natürlich bringe ich eine gewisse Leidenschaft mit. Die braucht man, um Erfolg zu haben will. Im Übrigen versuche ich das, was ich bei den anderen großen Mannschaften gelernt habe, an die jüngeren Spieler hier weiterzugeben.

Um noch einmal zum Ausgangspunkt des Gesprächs zu rückzukehren. Sie sehen die Partie in Bremen also nicht als sportliche Revanche?

Womé: Nein. Damit habe ich abgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gewinnen möchte. Ich will die drei Punkte, damit wir auch weiter vor Werder stehen.