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Cottbus/Mönchengladbach: Passt der Sieg-Schlüssel auch in Düsseldorf?

Cottbus/Mönchengladbach : Passt der Sieg-Schlüssel auch in Düsseldorf?

So wild ist der Osten dann doch nicht: Borussia Mönchengladbach stieß beim möglicherweise vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt auf für Cottbuser Verhältnisse wenig Widerstand.

Nun entpuppte sich das Stadion der Freundschaft nicht unbedingt als Hort der Wattebäuschchen-Werfer, doch die von vielen Gastmannschaften so gefürchtete Kampfkraft muss den Ost-Kickern irgendwo zwischen der Pleite zu Hause gegen den FC Bayern und dem Last-Minute-Sieg der Gladbacher gegen Schalke verloren gegangen sein.

Der Druck, gegen den punktgleichen Abstiegskonkurrenten wegen des schlechteren Torverhältnisses unbedingt gewinnen zu müssen, lähmte Timo Rost & Co.

Allerdings hätte nicht viel gefehlt, und Borussia hätte sich vorwerfen müssen, diese Nervenschwäche nicht ausgenutzt zu haben. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns einige gute Chancen rausgespielt. Leider haben wir es zu dem Zeitpunkt verpasst, ein Tor zu erzielen”, sagte Borussen-Coach Hans Meyer.

Wäre es bei einem 0:0 geblieben, wäre die Nacht für Karim Matmour und Roberto Colautti wohl wesentlich unruhiger geworden. Doch Dante bewahrte seine beiden Kollegen, die ihre jeweils hundertprozentige Möglichkeit nicht nutzten, vor Alpträumen.

Der brasilianische (nicht nur) Nacht-Retter: Kurz vor seinem finalen Kopfballtor rettete der Innenverteidiger auch noch gekonnt gegen den eingewechselten Cottbuser Shao. Trainer Hans Meyer mochte sich trotz Aufforderung dennoch nicht speziell für Dante freuen: „Das ist mir sowas von egal, wer den Treffer erzielt hat. Und wenn es unser Torhüter gewesen wäre...”

Der aber hätte beim Schluss-Jubel seinen Vorarbeiter fast aus dem Saison-Verkehr gezogen: Logan Bailly bewies seine Fangkünste auch bei der kollektiven Hatz auf den Schützen des goldenen Tores.

Zuvor hatte er ebenso spektakulär eingegriffen, als Energie Cottbus sich doch noch zur ein oder anderen Chance würgte. Und so galt das Lob seines Sportdirektors auch ihm: „Natürlich sind wir froh, dass wir die letzten beiden Spiele gewonnen haben. Die Zeitpunkte der Siegtreffer waren natürlich glücklich, doch der Schlüssel zum Erfolg war unsere Defensive”, analysierte Max Eberl.

Dieser Sicherheits-Schlüssel muss auch morgen ab 15.30 Uhr wieder passen. In der LTU-Arena beim halben Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Und wenn´s wieder erst in der letzten Minute ist...