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Mönchengladbach: Pass-Sicherheit durch Demo?

Mönchengladbach : Pass-Sicherheit durch Demo?

Fußball-Weisheiten sind international: „Nürnberg ist ein undankbarer Gegner. Jeder denkt, das ist ein leichtes Spiel, aber es wird ein ganz schweres”, philosophiert Dick Advocaat.

In dieser Diktion gab es ein leichtes Spiel nur für den Vorgänger des Mönchengladbacher Trainers: gegen die Münchner Bayern, das Horst Köppel als Interimslösung zu seiner 100-prozentigen Erfolgsstatistik verhalf - ein Spiel, drei Punkte.

Gegen den Club aber fürchtet Advocaat die Wiederholung eines 90-minütigen Dramas, das er sich diese Woche auf der Videoanlage antat: Gladbachs Niederlage gegen Hannover.

„Die waren extrem defensiv und haben nur auf einen Fehler der Borussen gelauert.” Das Gegenmittel: „Wir dürfen uns keine Fehler im Aufbau leisten, den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen halten.”

Nicht einfach bei einer Abwehr, die eine fatale Vorliebe für den altehrwürdigen „Lang-Holz-Schlag” entwickelt hat. Wie zuletzt auch beim 1:1 in Mainz. Eine Woche Training ist allerdings recht knapp bemessen, hier Abhilfe zu schaffen.

„Automatismen müssen greifen”, nennt der Fußball-Lehrer sein Lernziel. Möglichst praxisnahe Spielformen sind der Weg dahin. Ganz in der Tradition, die einst Hans Meyer mit seinem wöchentlichen Highlight „Elf gegen Elf” einführte.

Wenn Übung und Spiel-Wirklichkeit deckungsgleich sind, könnte es heute ein Comeback geben. „Eine Veränderung”, prophezeite Dick Advocaat beim Personal.

Die könnte Igor Demo heißen. Den tschechischen Mittelfeldspieler, der zuletzt zwischen Bank und Tribüne pendelte, holte der Holländer einst zu PSV Eindhoven. Nun könnte Demo statt Enrico Gaede mit seiner Ball- und Pass-Sicherheit vor der Abwehr für Impulse im Aufbau sorgen.

Ein Dreier-Sturm mit dem wieder fitten Oliver Neuville, Vaclav Sverkos und Marek Heinz würde für zusätzlichen Druck sorgen.

Unter den setzt Advocaat seine Spieler („Bis zum 12. Dezember werden wir sehen, wer gut genug ist”) - und sich selbst. „Ich muss mich auch beweisen. Wenn ich nicht gut genug bin, muss ich gehen.”