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Aachen: Nürnberg kündigt „Reaktion” für Aachen-Partie an

Aachen : Nürnberg kündigt „Reaktion” für Aachen-Partie an

Im aktuellen Miles-&-More-Katalog einer deutschen Fluglinie gibt es für 2000 eingesammelte Kilometer gerade einmal eine Sonnenbrille. Aachens Trainer Jürgen Seeberger nimmt an dem Programm nicht teil, er hat die 2000 Asphalt-Kilometer im Auftrag des Dienstherren hinter sich gebracht.

Sein Lohn: zwei temporeiche Partien in Rostock und Kaiserslautern.

Dummerweise setzten sich die „Teufel” derart eindrucksvoll gegen den hoch gehandelten 1. FC Nürnberg durch, dass dessen Trainer Thomas von Heesen eine „harte Woche” und eine „eindeutige Reaktion der Mannschaft” angekündigt hat. Dummerweise heißt der nächste Gegner Alemannia.

Jenes Aachen, das sich bei Hansa gerade die erste Niederlage der Saison abgeholt hat. Positive Erfahrung nach dem Trip: Gegen eine eingespielte Mannschaft hielt der Gast problemlos mit. Negatives Fazit: Ein einziger Konzentrationsfehler wurde hemmungslos ausgenutzt vom Absteiger.

„Zwei, drei Spieler waren nicht in Top-Form”, sagt Seeberger beim Blick in den Rückspiegel. Beim Auftakt gegen Wehen schwächelte die rechte Seite, im Norden war es dann zum Ausgleich die linke Seite. Und auch die Umstellungen des Trainers machten sich nicht bezahlt. „Das würde ich beim nächsten Mal anders machen”, sagt er selbstkritisch.

Die bundesligaerfahrenen Hausherren gingen in Führung, und der Gast reagierte - nicht. Nicht einen kreativen Angriff sortierte der Gast in der letzten halben Stunde, das Mittelfeld verschwand. Auch nach dem zweiten Spieltag gibt es noch keine überzeugenden Lösungen für die Außenbahnen.

Dort, an den Rändern, wird häufig das Spiel angeworfen. Im Zentrum sind die Räume zu eng, schon bei der Euro war zu beobachten, dass die „Spielmacher” sich an den Linien tummeln, wo die Gegner ihre Netze noch nicht ausgeworfen haben. Aachen sucht noch eine Lösung.

Auf der linken Seite konkurrieren Holtby und Milchraum, rechts läuft der Dreikampf zwischen Müller, Brinkmann und wieder Holtby. Ein paar Alternativen mehr könnte Seeberger bereits in Nürnberg beim nächsten Absteiger haben. Die ehemaligen Patienten Cristian Fiel und Thomas Stehle sammeln am Mittwoch Spielpraxis mit den Amateuren in Velbert.