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Mönchengladbach: Neuville bricht das Schuh-Gesetz

Mönchengladbach : Neuville bricht das Schuh-Gesetz

Es gibt hunderttausende Fußballer in Deutschland. Niemand käme auf die Idee, so stolz er auch auf neues Schuhwerk sein würde, seine Treter direkt in einem Spiel einzuweihen.

„Einlaufen” heißt die von Blasen gepflasterte Erfahrung, den menschlichen Extremitäten eine Eingewöhnungszeit zu gönnen. Dieses ungeschriebene und Problem verhindernde Gesetz kennt jeder C-Liga-Spieler.

Oliver Neuville spielt in der Ersten Liga. Und obendrein auch noch in der Nationalmannschaft. Eben dort aber verstieß er gegen das Schuh-Gesetz. Die Konsequenz: kein Einlaufen, kein Auflaufen. Am Sonntag (15 Uhr) beim Pokalspiel Verbandsligisten SV Rossbach/Wied fällt der Stürmer mit Achillessehnen-Problemen aus.

Eine Chance für Vaclav Sverkos, der in Neuwied, wohin die Amateure der Zuschauer wegen ausweichen, sich neben Kahé zu beweisen. „Bei so einem Gegner muss man sofort draufgehen und das Spiel bestimmen”, verkündet Trainer Jupp Heynckes die stürmische Devise.

Da würde es passen, wenn auf der rechten Seite mit Michael Delura ein dritter Angreifer zum Zuge käme. Der auch defensiv orientierte Oliver Kirch hätte das Nach- und sicherlich auch ein Einsehen. Borussias Verletzungs-Pechvogel tut eine schöpferische Pause sicherlich gut.

Die Nase voll von der Bank hat Bernd Thijs. Doch dieses vermeintliche Schicksal ist nicht unbesiegbar, wie Heynckes stets predigt und sein belgischer „Jünger” nun beweist: Der Rotschopf hat sich im Training und dem Spiel gegen Rheydt mit guten Leistungen aufgedrängt. Er wird mit der Position vor der Abwehr belohnt. Neuzugang Christofer Heimeroth gibt sein Pflichtspiel-Debüt im Tor.