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Frankfurt/Main: Neuverteilung der TV-Gelder im Pokal

Frankfurt/Main : Neuverteilung der TV-Gelder im Pokal

Die lukrativen Fernseheinnahmen aus dem DFB-Pokal werden künftig gerechter verteilt und garantieren allen Teilnehmern deutlich höhere Erlöse.

Nach Informationen des Fachmagazins „kicker” (Donnerstagausgabe) hat der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den vom Ligavorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) entworfenen Verteilerschlüssel abgesegnet, wonach der Pokalsieger künftig bis zu sechs Millionen Euro verdienen kann. Das DFB-Präsidium muss auf seiner Sitzung am 4. Juli noch zustimmen, der Beschluss gilt aber nur als Formsache.

Ab der Saison 2008/09 erhält jeder Teilnehmer bereits in der 1. Runde 95.000 Euro (bisher 54.000). In der 2. Runde wird das TV- Honorar auf 220.000 Euro verdoppelt, im Achtelfinale gibt es 500.000 Euro. Die letzten Acht bekommen jeweils 900.000 Euro, die vier Halbfinalisten erhalten 1,6 Millionen Euro. Der im Endspiel unterlegene Club darf sich mit weiteren 1,9 Millionen Euro trösten, der Cup-Gewinner über 2,5 Millionen Euro freuen.

Ausgerechnet Rekordsieger FC Bayern München muss aufgrund der gerechteren Verteilung allerdings mit rückläufigen Einnahmen rechnen, denn künftig gibt es bei Livespielen keine Honorare mehr für die beteiligten Clubs. Bislang waren in den ersten vier Runden insgesamt gut zwei Millionen Euro extra zu verdienen. Weil die Bayern stets hohe Einschaltquoten garantieren, waren sie von ARD und ZDF fast immer für das Livespiel ausgewählt worden.

Nach dem Einstieg von Premiere werden in Zukunft alle Pokalspiele live und in der Konferenz im Bezahlsender zu sehen sein. Die öffentlich-rechtlichen Sender übertragen wie bisher pro Runde jeweils ein Livespiel sowie die beiden Halbfinals und das Endspiel.