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Köln: Nächste Nervenprobe für den 1. FC Köln

Köln : Nächste Nervenprobe für den 1. FC Köln

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über Geschmacklosigkeit nicht: Die elf Holzkreuze mit den Namen der FC-Spieler von Frankfurt drauf, die Kölner „Fans” auf den Trainingsplatz gesteckt hatten, wanderten umgehend in den Müll.

Beim Abschlusstraining am Nachmittag wollte Trainer Uwe Rapolder dann wohl mögliche Bayern-Spione unter den Kiebizen verwirren, denn er ließ die Mannschaft mit den Leibchen tatsächlich mit der Dreierkette Alpay, Schlicke und Sinkiewicz trainieren. Möglich ist natürlich auch, dass der FC wirklich in der 3-5-2-Formation antritt.

Ein System, das zwar den Rapolderschen Vorstellungen von Fußball-Qualität nicht das Wasser reichen kann, das mit dem massierten Mittelfeld allerdings defensive Möglichkeiten bietet und mit Matthias Scherz neben Lukas Podolski in der Sturmspitze auch Flexibilität nach vorn. Rapolder trieb das „Verwirrspiel” allerdings so weit, dass er auch Marvin Matip das Leibchen gab.

Der 20-Jährige könnte also gegen die Bayern in die Startformation rücken und die Kölner Defensive verstärken, die mit 23 Gegentreffern neben Kaiserslautern (25) zu den Schießbuden der Liga gehört.

Als Hausaufgabe dürfte Fußballlehrer Rapolder den jungen Kölner Ball-Eleven mitgegeben haben, „nach dem ersten Gegentreffer die Nerven im Griff zu halten” und nicht wieder wie gegen Kaiserslautern und Frankfurt auseinander zu brechen.