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Köln: Macht der 1. FC Köln ohne Daum „die Reifeprüfung”?

Köln : Macht der 1. FC Köln ohne Daum „die Reifeprüfung”?

Christoph Daum jongliert mit Worten. „Nein”, erklärt der für zwei Spiele gesperrte Trainer des 1. FC Köln, „der von mir in diesem Zusammenhang gewählte Begriff âtemporäres Berufsverbot´ ist kein Angriffswort, es ist rein sachlich gemeint.”

Und schnell betont er, dass er in der Partie bei Spitzenreiter 1860 München „das Kontaktverbot während des Spiels” akzeptiere und die Sperre respektiere. „Ich werde mich an die Dinge genauestens halten, sie nicht unterwandern mit Tricks wie Funkverbindung.”

So ist Co-Trainer Roland Koch am Freitag ab 30 Minuten vor der Begegnung und bis eine halbe Stunde danach der „Chef-Ansprechpartner” für die Spieler. „Es gibt 50 bis 60 Situationen, auf die wir uns gemeinsam vorbereitet haben. Sei es das Spiel in Unter- oder Überzahl, die Situation nach einer Führung oder einem Rückstand. Roland Koch wird aus seiner Erfahrung und unseren gemeinsamen Absprachen alle Entscheidungen treffen”, so Daum.

Eine dieser Absprachen: Novakovic wird nicht in der Anfangsformation stehen. Der Stürmer hatte sich nach seiner Auswechslung gegen Jena mit abwertenden Handbewegungen bei der FC-Chefetage unbeliebt gemacht und fehlte am Tag danach beim Training. „Er spielt nicht von Anfang an, hat mich unausgesprochen um diese Disziplinarmaßnahme gebeten”, so Daum, der Scherz wohl neben Helmes stürmen lässt. Für den gesperrten Antar ist Neuzugang Suazo eine Alternative, während in der Abwehr Mohamed wieder zur Verfügung steht, und auch Özat gehört zum Kader.

„Wir haben etwas erarbeitet, die Hausaufgaben gemacht. Auf dem Platz muss nun jeder die Verantwortung übernehmen, die Reifeprüfung machen”, diktierte Lehrer Daum und glaubt, „mit schnellen, flachen Kombinationen und frühem Stören des Gegners ist München zu schlagen.”