Luiz Roque blockt und lacht

Düren. Luiz Roque lacht. Per Einerblock hat der Brasilianer Evivo Düren im dritten Satz gegen den SCC Berlin 2:1 in Führung gebracht. Als Luiz wieder lacht, führt Düren schon 7:2.

Wenige Minuten später lacht Luiz zusammen mit Heriberto Quero. Die beiden haben Naturgesetze außer Kraft gesetzt und den Ball mal wieder zurück ins Berliner Feld bugsiert - Düren führt zu diesem Zeitpunkt 15:8, und der Tabellendritte aus Berlin wird vor 2700 Zuschauern vorgeführt, wirkt hilflos und überfordert.

„Es gibt Spiele, da läuft es einfach”, hatte Trainer Bernd Werscheck nach dem 3:0 (25:19, 25:19, 25:17) keine rationale Erklärung dafür, was sein Team da gerade hingezaubert hat. Berlins Marco Liefke war auch ratlos, aber hatte Eindrücke: „Düren hat uns im dritten Satz überrollt.” Die Frage, wer hinter Abo-Meister Friedrichshafen als Zweiter in die Play-Off-Runde geht, hat Düren damit für sich entschieden.

Wenn Werscheck an der Darbietung überhaupt hätte etwas monieren können, dann eine Menge ungezielter Aufschläge. Aber was Wiederschein, Elsner und vor allem der gegen SCC immer wie entfesselt auftrumpfende Sven Anton ins Berliner Feld brachten, drängte die Gäste sofort in die Defensive. Zuspieler Jaroslav Skach hatte selten Gelegenheit, Überraschendes zu initiieren. Oft reichte es nur zum Standard, und den blockte Düren weg. Half das nicht, rettete und hechtete ein Till Lieber.