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Venlo: Luhukay will allen zeigen, dass er in der 1. Liga gut arbeiten kann

Venlo : Luhukay will allen zeigen, dass er in der 1. Liga gut arbeiten kann

Jos Luhukay ist gegangen (worden). Doch die Probleme sind geblieben. Womit sich sein Nachfolger Hans Meyer derzeit bei Borussia Mönchengladbach rumplagt, sind die gleichen Baustellen. Trotz des Auswärtssiegs bei Arminia Bielefeld.

Ein Oliver Neuville, der über seinen Zenit ist und womöglich, wenn überhaupt, nur noch in Heimspielen der Mannschaft helfen kann; ein Marko Marin, der trotz aller Sahne-Tage immer noch großen Nachholbedarf bei der Defensivarbeit besitzt; die fehlende Balance zwischen defensiver und offensiver Ausrichtung; der Mangel an „echten” Führungsspielern.

All diese Dinge hätte sich Luhukay zugetraut, in den Griff zu bekommen. Die Gladbacher Verantwortlichen nicht. Darunter, und auch unter der Art und Weise seiner „Freistellung”, leidet der Niederländer noch immer. Sein Marktwert ist aber immer noch hoch.

Sie waren Sonntag im Duisburger Stadion ...

Luhukay: Ja, es war mein erstes Zweitliga-Spiel seit meiner Entlassung. Aber das war ein Fehler.

Wieso? Luhukay: Ich habe nicht gewusst, dass Rudi Bommer so gefährdet ist und die Stimmung so schnell kippen kann.

Sie werden nicht sein Nachfolger?

Luhukay: Auf keinen Fall. Wenn ich das gewollt hätte, wäre ich am Sonntag nicht im Stadion gewesen und hätte am Montag angefangen.

Es gab also eine Anfrage?

Luhukay: Duisburg ist nur eine halbe Autostunde von Venlo entfernt. Aber ich stehe nicht zur Verfügung. Weder für Duisburg noch für Rostock.

Warum nicht?

Luhukay: Ich möchte erst mal zur Ruhe kommen - bis zum Winter oder nächsten Sommer. Erst mal muss ich etwas Abstand gewinnen, ich habe einiges gelernt aus der Zeit in Mönchengladbach.

Roda Kerkrade sucht auch einen Trainer.

Luhukay: Da habe ich Donnerstag abgesagt.

Stimmt es, dass Sie das Angebot hatten, den Job bis Ende der Saison zu übernehmen und dann bei einem entsprechenden Angebot in die Bundesliga zurückzuwechseln?

Luhukay: Ja, aber das ist nicht mein Fall. Ich möchte mittel- und langfristig arbeiten.

Ist die Ehrendivision nicht interessant genug?

Luhukay: Doch, aber ich habe nun fünf Jahre in Deutschland gearbeitet. Und hier will ich auch weiterarbeiten. Ich bin noch nicht soweit, nach Holland zurückzugehen. Vielleicht später einmal.

Ist die Bundesliga so reizvoll?

Luhukay: Für mich ja. Aber ich stehe nicht unter Druck, ich habe die Ruhe und lasse mir Zeit. Aber ich will unbedingt zeigen, dass ich in der Lage bin, auch in der Ersten Liga gut zu arbeiten.

Kommt also nur ein Erstligist in Frage?

Luhukay: Nein, manchmal musst du auch erst mal einen Schritt zurückgehen, um nach vorne zu kommen.