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München: Luhukay: „Ein Heimspiel darf kein Nachteil sein”

München : Luhukay: „Ein Heimspiel darf kein Nachteil sein”

Noch haben die Plätze an der Sonne andere Clubs inne, doch mit dem Duell der Bundesliga-Absteiger FSV Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach lockt im Unterhaus schon am dritten Spieltag das erste Gipfeltreffen.

„Wir haben gegen die Borussia ein sehr schweres Heimspiel vor der Brust”, weiß der Mainzer Trainer Jürgen Klopp um die Bedeutung der Partie am Freitag. Der Sieger hält Tuchfühlung zur Spitze in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Verlierer muss sich erst einmal mit den Niederungen der Tabelle vertraut machen und darf den Saisoneinstand getrost als Fehlstart verbuchen.

Ein Wechselbad erlebten die Mainzer bei ihren beiden bisherigen Auftritten: Beim 4:1-Auftaktsieg gegen TuS Koblenz glänzte der Absteiger, eine Woche später gab es beim 0:3 bei Angstgegner SpVgg Greuther Fürth nichts zu holen. Noch härter hat es den einstigen Spitzenclub vom Niederrhein erwischt, der erst zwei Punkte einfahren konnte.

„Man muss eine Mannschaft entwickeln können und unsere Mannschaft wird sich entwickeln”, mahnt Gladbachs Trainer Jos Luhukay Geduld an. Dass die direkte Bundesliga-Rückkehr kein Selbstläufer ist, haben die ersten Auftritte gezeigt. „Viele hier wissen nicht, was es bedeutet, in der 2. Liga erfolgreich zu spielen”, weiß Luhukay um die Schwierigkeit der Mission.

Und er will an seinem System mit nur einer Sturmspitze festhalten. Da Kapitän Oliver Neuville und der neuverpflichtete Israeli Roberto Colautti für die Startelf noch nicht berücksichtigt werden, könnte der Kanadier Rob Friend eine Chance von Beginn an erhalten. Nachwuchsspieler Marko Marin, der am Dienstag erstmals in der U 21-Elf des DFB zum Einsatz kam, soll trotz einer leichten Fußprellung in Mainz spielen.

Luhukay, der wegen seiner defensiveren Ausrichtung im Spiel gegen Hoffenheim Kritik erntete, forderte die Fans auf, die Mannschaft zu unterstützen. „Ein Heimspiel darf kein Nachteil sein. Und um aufzusteigen, müssen wir zu Hause punkten”, sagte Borussias Trainer und betonte, dass der Aufstieg kein Selbstläufer sei. „Die Erwartungshaltung ist bei fast allen zu hoch.”

Auf einer Euphoriewelle schwimmt nach zwei Siegen und der starken Bilanz von 9:3 Toren Spitzenreiter TSV 1860 München, das Wort Aufstieg will bei den „Löwen” aber niemand in den Mund nehmen. „Wir sind zufrieden, das ist ein ordentlicher Start”, gibt sich „Löwen” - Trainer Marco Kurz vor dem Spiel bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim bescheiden.

Träumen verboten heißt es auch bei Kickers Offenbach, das neben 1860 München das einzige Team ohne Punktverlust ist. Allerdings stehen die Hessen mit dem Gang zu Bundesliga-Absteiger Alemannia Aachen, der mit dem Sieg im rheinischen Derby beim 1. FC Köln den ersten Dreier schaffte, vor einer schweren Aufgabe.

Im Abseits steht Christoph Daum nach seiner wüsten Schiedsrichter-Schelte, doch zumindest sportlich kann der Kölner Trainer am Freitag für positive Schlagzeilen sorgen. Doch wie die „Geißböcke” ist auch Gegner FC Carl Zeiss Jena nach seiner Heimpleite gegen Aufsteiger FC St. Pauli mächtig unter Druck. Noch ohne jeden Punkt sind bisher der SC Paderborn, der beim gut gestarteten Neuling VfL Osnabrück antritt, sowie der FC Augsburg, der am Montag den SC Freiburg empfängt.

Mit nur einem Remis hat auch der 1. FC Kaiserslautern einen schwachen Saisonstart erwischt, im Heimspiel gegen Fürth soll aber der erste Dreier eingefahren werden. Den ersten Sieg will auch Erzgebirge Aue schaffen, das Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden erwartet. Zudem treffen St. Pauli und Koblenz aufeinander.