Eppan: Löw schwört: „Deutschland-Poldi” explodiert bei WM

Eppan: Löw schwört: „Deutschland-Poldi” explodiert bei WM

Von Faulpelz keine Spur, schon in Südtirol ist wieder der „Deutschland-Poldi” zu bestaunen. Poldi lacht, Poldi strahlt - und Poldi gibt Vollgas auf dem Platz. Und darum erhielt das vermeintliche Sorgenkind von Bundestrainer Joachim Löw bereits drei Wochen vor dem Ernstfall gegen Australien eine Stammplatz-Garantie für die Fußball-Weltmeisterschaft.

Löw setzte an Pfingsten sogar noch einen drauf: „Lukas wird explodieren bei der WM”, prophezeite der DFB-Chefcoach im Trainingscamp in den Südtiroler Weinbergen.

Im Nationaltrikot lässt Podolski wie auf Knopfdruck die triste Saison in Köln mit nur zwei Bundesliga-Toren vergessen. Die heftigen Vorwürfe von Ex-Nationaltorhüter Uli Stein, der Podolski als faulsten Spieler abqualifiziert hatte, wirken wie ein schlechter Witz.

„Wir sehen, dass der Lukas auch körperlich in einer sehr guten Verfassung ist, auch wenn es in Köln nicht immer den Anschein hatte”, kommentierte Löw. Podolski verbreite „gute Laune”, sagte Löw, der den Stürmer bereits in WM-Form wähnt: „Lukas wird ganz wichtig sein für uns. Er kann immer ein spielentscheidender Mann auf dem Platz sein.”

Wie bei der Europameisterschaft 2008 plant Löw auch für Südafrika wieder mit Podolski auf dem linken Flügel. Da soll der 24-Jährige, der in 71 Länderspielen 37 Tore erzielt hat, seine besonderen Stärken einbringen. „Er hat eine Dynamik wie wenige Spieler, einen unglaublich guten Abschluss, eine gute Vorbereitung”, schwärmte Löw.

Der Bundestrainer weiß einfach, wie er mit Podolski umgehen muss. Beim ersten WM-Test gegen Malta (3:0) durfte der gebürtige Pole sogar für ein paar Minuten erstmals die Kapitänsbinde tragen. „Das war etwas Besonderes”, berichtete Podolski stolz. Gezweifelt an sich hat er ohnehin nicht.

„Die Saison war schwer in Köln”, bekannte er. Aber er mache sich trotzdem „keine Sorgen” für die WM: „Ich habe mich immer gut auf Turniere vorbereitet.” In Südafrika will er mit der Nationalelf durchstarten. „Wir erwarten viel”, sagte Podolski. Die Gruppe sei nicht „einfach”, aber er denkt trotzdem schon weiter: „In K.o.-Spielen haben wir immer Stärke gezeigt.” Nicht zuletzt er.

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