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Mönchengladbach: Lob für Borussia nach starker Leistung

Mönchengladbach : Lob für Borussia nach starker Leistung

Nach dem 0:0 am Sonntagabend hätte HSV-Trainer Thomas Doll sagen können: „Wir waren schwach, ganz schwach.”

Er hätte die Lustlosigkeit einiger Akteure anprangern können, das fast schon überhebliche Auftreten eines Sergej Barbarez. Doll fands alles gar nicht toll - ein Wort-Gewitter jedoch blieb aus. „Die Frische im Kopf” habe gefehlt, urteilte er milde, läuferisch habe es nicht gestimmt, und auch die Ballzirkulation sei viel zu langsam gewesen.

Viel lieber würdigte der Trainer die Leistung des Gegners. „Wir haben Glück gehabt und können mit dem 0:0 wesentlich zufriedener sein als die Borussen.” Dolls finales Lob: „Die Gladbacher haben einfach klasse Fußball gespielt, und das muss man anerkennen.”

In der Tat: Borussia bot am Sonntagabend die mit Abstand beste Leistung über 90 Minuten in dieser Saison, „allein die Tore fehlten zu einem hochklassigen Spiel”. Horst Köppel hatte sonst nichts zu bemängeln, über die anhaltende Sturmschwäche sah Borussias Trainer hinweg.


Vielleicht kann in Zukunft Eugen Polanski, 19, dieses Manko beheben. Polanski spielte prima mit und bildete mit dem überragenden Peer Kluge und dem starken Bernd Thijs sowie El-Fakiri ein Klasse-Mittelfeld. Die Abwehr, kaum gefordert, stand zumeist sicher. Somit bleibt der Angriff.

Und da gibt es die „Wunderheilung” von Giovane Elber, den das Fan-Volk nach 66 Minuten forderte und nach 74 Minuten bekam. Die ersten Schritte sind gemacht, „doch wir brauchen noch viel Geduld”, ordnete Köppel das Comeback ein, „vielleicht ist er in der Rückrunde ein vollwertiger Stürmer”.

Gebrauchen könnte die Borussia den „alten” Elber auf jeden Fall.