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Mönchengladbach: Letztes Heimspiel nach desolater Rückrunde

Mönchengladbach : Letztes Heimspiel nach desolater Rückrunde

Über rein sportliche Themen zu sprechen, fällt rund um Borussia Mönchengladbach derzeit nicht leicht.

Würde Sportdirektor Peter Pander für jede Standard-Antwort „Horst Köppel hat Vertrag bis 2007. Mehr ist dazu nicht zu sagen” einen Fünfer bekommen, könnte der Klub womöglich doch den Millionen schweren Transfer stemmen, von dem die Fans seit Jahren träumen.

Borussias Trainer also in der Bredouille, und für einige Boulevard-Zeitungen steht schon fest, dass Ralf Rangnick ihn bald beerben wird. Da scheint es zumindest fraglich, ob seine Mannschaft ihn aus der Bredouille heraushaut.

Am Samstag wäre eine Gelegenheit dazu, gegen Hannover 96. Doch auch Köppel schwant, dass es mit dem „Wir spielen für den Trainer” nicht soweit her ist bei seinen Profis. „Wenn der Trainer in der Öffentlichkeit ständig so in Frage gestellt wird, ist es auch schwieriger, die Mannschaft zu motivieren.”

Interessant dürfte sein, ob Hannovers Trainer Peter Neururer seinem Kollegen zur Seite springt. Verbal natürlich nur. Schließlich hat der Dampfplauderer einige Erfahrung damit, Gladbacher Personalien kritisch zu kommentieren. Womöglich aber ist nach den nebulösen Umständen bei seiner eigenen Inthronisierung an der Leine - frag nach bei Ewald Lienen - etwas weniger pharisäerhaft oder, vornehm ausgedrückt, zurückhaltender geworden.

Gemein haben Borussia und Hannover, dass beide zwischenzeitlich am Uefa-Pokal-Platz schnuppern durften. Jetzt aber ist ein einstelliger Tabellenplatz das höchste der Gefühle. Beim Duell der Desillusionierten setzt Horst Köppel vor allem auf Motivation von außen: „Ich hoffe auf die Unterstützung von Seiten der Fans. Auch wenn diese natürlich enttäuscht sind nach der jüngsten Niederlage.”

Jüngst ist etwas verniedlichend: Borussia Mönchengladbach ist mit 13 Punkten aus 15 Spielen nach dem MSV Duisburg die zweitschlechteste Mannschaft der Rückrunde.