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Köln: Latour fordert mehr Risiko

Köln : Latour fordert mehr Risiko

Nach der blamablen Leistung seiner Berufsfußballer vor 14 Tagen beim 0:2 in Paderborn und vor dem Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga am kommenden Montag gegen den Karlsruher SC, hat Kölns Trainer Hanspeter Latour mehr Risikobereitschaft von seinen Spielern gefordert: „Die Ausgangslage könnte spannender gar nicht sein.

Die eine Mannschaft hat 15, die andere 14 Tore geschossen, das verspricht schon einiges. Und gerade wir sind gefordert nach dem Paderborn-Spiel, in dem wir zu wenig riskikofreudig gespielt haben. Wir müssen gerade zu Hause Risiken eingehen”, sagte der Schweizer.

Latour nahm am Freitag insbesondere seine Nationalspieler Mitreski, Cabanas und Novakovic in die Pflicht: „Von ihnen erwarte ich, dass man sieht, dass sie Nationalspieler sind, was in Paderborn nicht zu erkennen war. Von solchen Spielern müssen Impulse ausgehen. Gerade dann, wenn es nicht gut läuft.”

Nach der zweiwöchigen Spielpause zeigt sich der Coach überzeugt, „dass die Vorgaben umgesetzt werden. Das habe ich schon im Testspiel in Wuppertal an der Reaktion der Spieler gespürt.”

Neben den Langzeitverletzten Helmes, Sinkiewicz und Weiser muss der FC auch auf Matip (Gehirnerschütterung) verzichten. Ob Mittelfeldspieler Baykal (Muskelfaserriss) antreten kann, entscheidet sich kurzfristig. „Aber mit 15 gesunden Feldspielern sind wir gut bestückt”, sagt Latour, dem am Freitag im Abendtraining erstmals Technik-Trainer Thomas Häßler zur Seite stand und mit Broich und Epstein Standardsituationen trainierte.

KSC-Trainer Edmund Becker muss nur auf den rot-gesperrten Thomas Kies verzichten. „Wir wollen in Köln mindestens einen Punkt holen”, sagte er.

Köln entzieht 60 Personen die Mitgliedschaft

Der 1. FC Köln hat im Kampf gegen den Tickethandel im Internet durchgegriffen und 60 Personen die Mitgliedschaft entzogen. Der FC-Fanbeauftragte Rainer Mendel hatte beim Internet-Auktionshaus „ebay” Testkäufe auf überteuerte Karten für das DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 am 24. Oktober durchgeführt und somit die Schwarzhändler überführt.

„Hierbei handelt es sich um einen elektronischen Schwarzmarkt, der abträglich für den Fußball ist. Das muss konsequent bestraft werden”, sagte Kölns Manager Michael Meier.