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Bremen: Lateinformation: Den richtigen Weg eingeschlagen

Bremen : Lateinformation: Den richtigen Weg eingeschlagen

Niemand im Bremer AWD-Dome hatte den geringsten Zweifel, wie das Ergebnis ausfallen würde. Und daher verwunderte die Nervosität, mit der Roberto Albanese vor der Urteilsverkündung „herumtigerte”.

„Man weiß doch nie, wie eine neue Choreographie ankommt”, gestand der Trainer von Weltmeister Grün-Gold Bremen A. Zweifel hatten weder Richter noch Publikum.

Mit „Siamo noi” („Das sind wir”) toppte der Titelverteidiger seine Erfolgschoreographie „Rocky” und wurde mit neun Einser-Wertungen belohnt. DM-Silber und das zweite WM-Ticket gab es für den TSZ Velbert, das im Finale der Lateinformationen ebenso klar vor Bremen B wie dieses vor der TSG Lüdenscheid „einlief”.

Aufmerken ließ die Fachleute die neu formierte FG Aachen/Düsseldorf, auch wenn ein geteilter fünfter Platz (in Vor- und Zwischenrunde wird nicht durchplatziert) weder Fisch noch Fleisch zu sein scheint. „Tänzerisch deutlich weiterentwickelt, eine gute Choreographie, auf dem richtigen Weg”, lauteten die allgemein positiven Urteile, und mit fünf Kreuzen hatten die FG-Tänzer in der sehr guten Vorrunde mit ihrer Choreographie „Mambo Kings” die Konkurrenz klar distanziert.

„Ein geteilter Platz ist schon etwas blöd, aber ich denke, wir dürfen uns auch wirklich als Fünfte fühlen”, spricht Tänzerin Susanne Blume aus, was alle dachten. Das vielleicht größte Kompliment kam von einem, der vergangene Saison noch dazu gehörte, nun aber aus beruflichen Gründen passen musste: „Eine tolle Leistung, das Team hat sich weiterentwickelt. Und die Choreographie ist so, dass ich am liebsten mitgetanzt hätte”, war Andreas Spiertz schon ein bisschen wehmütig.

„Ich hatte ein gutes Gefühl, wir haben uns gut verkauft, das Finale hätte drin sein können”, schwankte Cheftrainer Oliver Seefeldt wie das Team zwischen Bedauern über das verpasste Finale und Zufriedenheit über die gute Leistung. „Die Mannschaft ist aus sich rausgekommen, hat die drei negativen Jahre weggesteckt und gezeigt, dass sie auf dem Weg nach oben ist.” Der überzeugenden Vorrunde war eine etwas schwächere Zwischenrunde gefolgt, in der die Präsenz nicht ganz so stark war.

„Wir hatten einige kleine Fehler, aber haben uns technisch deutlich verbessert”, sagte Seefeldt - und plante gleich schon für die kommenden zwei Monate bis zum Bundesliga-Auftakt. „Wir werden vor allem weiter an der Technik arbeiten, hier und da ein paar kleine Änderungen machen, und in der Bundesliga wollen wir unbedingt noch Platz 4 angreifen.”