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Kommentiert: Rosiger Blick in die Zukunft

Kommentiert: Rosiger Blick in die Zukunft

Vor langer, langer Zeit war die Borussia deutschland-, europa-, ja, vielleicht sogar weltweit, das Paradebeispiel. Eine Trainerentlassung? Undenkbar!

Hennes Weisweiler, später auch Udo Lattek und Jupp Heynckes, durften arbeiten, fast wie sie wollten. Und solche Wirbel, wie der Klub sie in diesem Jahr gleich mehrfach entfacht hat, waren unvorstellbar.

Die Borussia 2003: Hans Meyer, Ewald Lienen, Holger Fach: drei Trainer, drei Typen, zwei spektakuläre Stabübergaben. Mit Meyer war einst der Fußball zurückgekommen an den Bökelberg, unter Lienen wurde er verwaltet, unter Fach wird er wieder gespielt.

Zum Ende des Jahres muss bilanziert werden, dass die Trennung von Ewald Lienen keineswegs zu früh gekommen ist, der Klub war sportlich und stimmungsmäßig auf einem bedenklichen Weg. Mit dem in der Bundesliga als Trainer (noch) namenlosen Holger Fach scheint Sportdirektor Christian Hochstätter einen glänzenden Griff getätigt zu haben. Fachlich, aber auch durch seine direkte, zupackende, schnörkellose Art hat sich der Novize bereits Respekt verschafft. Eine starke Leistung in nur drei Monaten! Fachs Vertragsverlängerung war die logische Konsequenz.

Fazit: Sportlich im Aufwind, finanziell konsolidiert, ein Präsidium ohne Geltungsdrang und das neue Stadion in einem halben Jahr bezugsfertig: Die Zukunft könnte richtig gut werden. Jetzt muss nur noch der Klassenerhalt geschafft werden.