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Portimao: Koller: „Es gibt eine stete Weiterentwicklung”

Portimao : Koller: „Es gibt eine stete Weiterentwicklung”

Am Ende der sonnigen sieben Tage im Süden Portugals war Marcel Koller zufrieden. „Die Mannschaft hat gut mitgearbeitet”, zog der Trainer des 1. FC Köln ein erstes Fazit.

Haben Sie im Trainingslager neue Erkenntnisse gewonnen?

Koller: Nein, aber die Mannschaft hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht und sich weiter entwickelt. Obwohl wir hart gearbeitet haben, hat man gespürt, dass es Spaß gemacht hat.

Aber Sie wirken angespannt.

Koller: Ich bin aber nicht angespannt. Ihr Eindruck ist falsch.

Sie sprechen immer von Ihren Ideen, die Ihre Mannschaft umsetzen soll. Welche sind das?

Koller: Das sind eigentlich keine neuen Dinge. In der Defensive kompakt stehen und die Räume eng machen, in der Offensive Akzente setzen, wenn das Spiel schnell nach vorne getragen wird.

Wie ist denn der Leistungsstand vor dem Start in die Rückrunde?

Koller: Seit meinem Amtsantritt Anfang November gibt es eine stete Weiterentwicklung. Nun sind in der Vorbereitung mit Feulner, Streit und den lange verletzten Sichone und Schindzielorz praktisch vier Spieler dazu gekommen, die meine Ideen noch nicht kennen. Daran müssen wir arbeiten.

Wie fest sind Sie vom Klassenerhalt überzeugt?

Koller: Genauso fest wie an meinem ersten Arbeitstag in Köln.

Sie können aber nicht verhehlen, dass es personelle Probleme gibt, vor allem im Abwehrbereich. Wenn schon Jörg Heinrich im letzten Testspiel als Libero aufgeboten wird...

Koller: Ich wollte einfach nur einmal eine andere Variante ausprobieren. Was ist, wenn sich Thomas Cichon verletzen sollte? Ich glaube, dass Heinrich diese Position spielen kann. Für mich wäre er zum Beispiel auch eine Alternative, sollten Dogan und Cullmann nicht spielen können.

Sie konnten nicht einmal Ihre Wunschformation aufbieten. Bereitet Ihnen diese Tatsache Kopfzerbrechen? Können Carsten Cullmann und Mustafa Dogan im letzten Test am Samstag in Bielefeld spielen?

Koller: Da müssen wir abwarten. Wenn sie nicht spielen können, wird es eng. Aber der Culli kann sich im Training dann noch aufdrängen, Dogan wird sich am Donnerstag von einem Chiropraktiker untersuchen lassen. Vielleicht gibt es da etwas, was bisher nicht erkannt wurde. Geradeaus laufen kann er problemlos, aber bei seitlichen Bewegungen klemmts.

Gibt es von der Position 16 an nicht ein Qualitätsproblem im Kader?

Koller: Wenn das Gerüst der Stammmannschaft dabei ist, können die auch mithalten. Zudem haben wir mit Feulner und Schindzielorz zwei Spieler, die zwar gegen Mönchengladbach noch nicht dabei sind, die in den nächsten Wochen aber hinzustoßen. Dann habe ich wieder zwei Alternativen mehr.

Als großer Gewinner des Trainingslagers darf sich Albert Streit fühlen.

Koller: Er ist ganz dicht dran an der ersten Elf. Aber auch Marius Ebbers hat mit seinen beiden Toren gegen Trier Selbstvertrauen getankt.

Wer sind die Verlierer des Trainingslagers?

Koller: Ich unterscheide nicht zwischen Gewinnern und Verlierern.

Aber Sinkala oder Federico haben allenfalls durch mangelnde Konzentration in den Tests auf sich aufmerksam gemacht.

Koller: Die beiden Niederlagen haben mich auch geärgert, weil sie durch unnötige Konzentrationsmängel verursacht wurden. Das müssen wir schnellstens abstellen.

Woran müssen Sie bis zum Gladbach-Spiel noch arbeiten?

Koller: An Kleinigkeiten. In den nächsten Tagen kommt der Feinschliff. Spritzigkeit und Konzentration stehen im Vordergrund.

Und was versprechen Sie den Fans für das Derby gegen die Borussia?

Koller: Einen Kampf auf Biegen und Brechen.