Köln : Kölner Gleichgewicht

Uwe Rapolder legt die Stirn in Falten und referiert über „mannschaftstaktische Übungen”, das „Gleichgewicht von Defensive und Offensive” und die „Stabilität als Schlüssel zum Klassenerhalt”.

Rationale Überlegungen, die den 1. FC Köln aber kein Stück weiter bringen. Es klingt fast so, als würde sich der Trainer selbst Mut machen. „In erster Linie ist die Botschaft der Woche: Wir müssen unser Ding durchziehen, an unsere Stärke glauben”, beschwört der 47-Jährige seinen Kader.

Am Samstag geht es zum MSV Duisburg. Der Mitaufsteiger würde bei einem Sieg den Abstiegsrang mit den Kölnern tauschen. „Es ist vom psychologischen her schon ein spezielles Spiel”, räumt Rapolder ein. „Wenn du verlierst, stehst du auf einem Abstiegsplatz. Wenn wir aber die Klippe Duisburg umschiffen, kommen wir in ruhigeres Fahrwasser.”

Personell sind bis auf die Langzeitverletzten Peter Madsen, Carsten Cullmann, Markus Feulner und Patrick Weiser alles an Bord. Noch nicht entschieden ist, ob Imre Szabics oder Matthias Scherz vor der Offensivreihe Streit, Podolski, Epstein als Stoßstürmer aufläuft.

Auf besondere Weise stimmte sich der MSV darauf ein, den FC heute aus dem Gleichgewicht zu bringen. Am 11.11. gings mit dem Bus zum Karneval nach Köln. Unter der Führung von Dirk Lottner und Markus Kurth.