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Köln: Köln sucht Weg aus der Krise

Köln : Köln sucht Weg aus der Krise

Ein Meer aus Fahnen und Transparenten empfing die Berufsfußballer des 1. FC Köln zum letzten Heimspiel der Saison. Die Fans sagten „Danke”; trotz verkorkster Spielzeit, in der das Klassenziel um Meilen verfehlt wurde.

Nach dem 2:2 (0:1) gegen die abstiegsbedrohten Kickers aus Offenbach revanchierten sich die Profis, verteilten Blumen und trugen gemeinsam ein übergroßes Kunststoffband durch die Arena. Aufschrift: „Ihr seid die Besten! Danke für alles!” „Ich hätte mich gerne mit einem Sieg verabschiedet. Wir haben alles gegeben, einen riesigen Aufwand betrieben und waren trotz Unterzahl die klar bessere Mannschaft”, hielt der nach Leverkusen scheidende Kapitän Lukas Sinkiewicz fest.

Die Fans waren das einzig erstklassige, was der 1. FC Köln in der dieser Spielzeit zu bieten hatte. Sie hielten in bewundernswerter Art durch, standen bedingungslos zu „ihrem” FC, obwohl die Großverdiener auf dem Platz es allzu oft versäumten, etwas zurückzugeben.

Auch Sonntag gelang dies nur bedingt, obwohl Trainer Christoph Daum von einer Partie „mit hohem Unterhaltungswert” sprach, in der Keeper Kessler bei seinem Debüt zwischen den Pfosten „eine fast fehlerfreie Partie” gezeigt hatte, so der Coach.

In der intensiven Begegnung kamen die Gastgeber zwar besser aus den Startlöchern, die Führung aber erzielten die Gäste durch Türker (22.), als Sinkiewicz nicht ganz im Bilde war. Nächster FC-Schock: Rot gegen Ehret wegen groben Foulspiels (25.). Erst in der zweiten Hälfte erholte sich die Daum-„Zehn” und hatte trotz Unterzahl die besseren Ideen, die Helmes mit seinem 13. und Novakovic mit seinem neunten Treffer in die Kölner Führung umwandelten. schließlich gelang Agritis per Kopfball der Ausgleich, der Offenbach weiter auf den Klassenerhalt hoffen lässt.

In Köln steht der Neuaufbau und dasselbe Klassenziel im Hausaufgabenheft der Führungsetage. „Wir tun alles in unserer Macht stehende, um das verfehlte Ziel nächste Saison zu erreichen”, sagte Manager Michael Meier. Wohl auch noch unter dem Eindruck der samstäglichen Krisensitzung, auf der Verwaltungsrat, Vorstand und Geschäftsführung tagten und, wie es hieß, zuweilen heftigst über die Zukunft und den Weg aus der Krise diskutierten. Um sich nach vier Stunden ohne Ergebnis zu vertagen. „Es wird weitere Gespräche geben”, teilte der Klub mit.

Unterdessen verteilte Sinkiewicz nach Spielschluss seine halbe Garderobe unter den Fans: Trikot, Hose, Stutzen, Schienbeinschoner, Schuhe. „Respekt vor diesen Fans, es sind die besten der Liga”, sagte er noch.