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Köln: Köln kämpft sich durch die Zweite Liga

Köln : Köln kämpft sich durch die Zweite Liga

Die Fans pfiffen, die Sieger schimpften und der Trainer beschwichtigte: So richtig freuen konnte sich keiner nach dem glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg des 1. FC Köln über den VfB Lübeck, der den „Geißböcken” Platz 2 in der Zweitliga-Tabelle bescherte.

Die Zahlen stimmen aus Kölner Sicht, die Leistungen bisher nicht. „Wir wollen und müssen noch besser spielen”, war Trainer Friedhelm Funkel froh, dass sein Team die schwere Hürde VfB Lübeck genommen genommen hatte.

20 Minuten lang bestimmte der FC das Geschehen gegen den starken Aufsteiger. Da erspielten sich die Kölner Chancen im Minutentakt, aber nur Matthias Scherz (17.) versenkte die Kugel. Anschließend schalteten die FC-Profis auf Dienst nach Vorschrift zurück.

„Da fehlte der absolute Wille, weiter Druck zu machen”, kritisierte Funkel. „Darüber müssen wir reden.” Die Folge war der verdiente Lübecker Ausgleich durch Daniel Bärwolf (39.).

Der Knackpunkt der Partie war die Gelb-Rote Karte für Lübecks Jens Scharping nach einer knappen Stunde. Nach einem Zweikampf mit Markus Happe im FC-Strafraum bewerte Schiedsrichter Stefan Trautmann den folgenden Sturz des VfB-Stürmers als Schwalbe und schickte ihn unter die Dusche.

„Diese Gelb-Rote Karte ist schon mehr als bedenklich”, schimpfte Lübecks Trainer Dieter Hecking.

Standardsituation rettet Funkels Elf

Doch auch in Überzahl fiel der FC-Kreativabteilung nicht viel ein. Fehlpass folgte auf Fehlpass, was zunehmend wütende Reaktionen von den Rängen provozierte.

Doch was die Kölner derzeit stark macht und auf Bundesligakurs hält, konnte man in der letzten halben Stunde beobachten.

Spielerisch war die Funkel-Formation gerade dabei ihren Offenbarungseid abzulegen, hatten Lübecks Ibrahim Türkmen und Marco Laaser die größten Chancen der Gäste versiebt, da legte sich Kapitän Dirk Lottner, der bis dahin als Führungsspieler nur Mitläufer war, die Kugel zu einem Freistoß zurecht, und die Hereingabe verlängerte Christian Springer per Kopf zum Siegtreffer.

Doch anstatt nach dem Schlusspfiff mit den Fans auf der Südtribüne zu feiern, gings mit grimmigen Gesichtern vom Platz.

Dirk Lottner an die Adresse des eigenen Anhangs: „Alle anderen in der 2. Liga können auch Fußball spielen. Das müssen die langsam in ihre Köpfe kriegen.”

Der Kapitän stellte sich vor die Mannschaft: „Wir kämpfen immer bis zum Schluss. Deshalb werden wir auch belohnt.”