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Bitburg: Kampf um die Startformation voll entbrannt

Bitburg : Kampf um die Startformation voll entbrannt

Der Trainer zeigte sich zufrieden, auch ohne, dass er seinem Team irgendwelche Vorgaben gemacht hatte: „Heini ist eine Leaderfigur, und er hat das Kapitänsamt immer gut und gerne ausgefüllt”, begrüßte er in der Ansprache an die Mannschaft die Wahl von Rainer Plaßhenrich am Abend zuvor.

„Ihr habt alle richtig gut mitgemacht”, zog Jürgen Seeberger zudem ein Fazit unter eine Woche Arbeit in der Sportschule Bitburg. „Die Disziplin war in Ordnung.”

Eine Führungsfigur mit Kapitänsbinde gehört auf den Platz - doch um die weiteren Plätze in der Stammformation ist der Konkurrenzkampf im Team von Alemannia Aachen voll entbrannt - auch wenn der neue und alte Kapitän die Flamme herunterdreht.

„Die Mannschaft des ersten Spieltags wird nicht die des sechsten sein, das ist klar”, meint der 31-Jährige. „Wenn einer ausfällt, dann ist die Bank gut bestückt. Das Wichtigste ist, dass diejenigen, die nicht spielen, im Training alles geben.”

Der Torwart

Doch wer wird zu Beginn spielen - und wer eher nicht? Auf der Position zwischen den Pfosten dürfte Thorsten Stuckmann entsprechende Signale des Trainers erhalten haben, dass er in der neuen Saison weiterhin die Nummer 1 im Team ist, auch wenn er die Trikotnummer 12 trägt.

Zufrieden äußert sich der Keeper über das Zusammenwachsen des Teams und über die Neuzugänge: „Wir haben menschlich schnell zueinander gefunden und auch taktisch ein paar gute Ansätze gezeigt. Die Abgänge wurden gleichwertig ersetzt. Bei jedem anderen Zweitligisten würden alle spielen, wir haben einen sehr hohen Konkurrenzdruck, vor allem im Mittelfeld.”

Die Abwehr

In der Viererkette scheint die Wunschformation weitgehend zu stehen. Vor allem die beiden Außenpositionen mit den beiden auch offensiv starken Jerome Polenz und Timo Achenbach sind weitgehend unumstritten.

Der Posten des Neuzugangs aus Fürth auf der linken Seite der Defensivkette ist der einzige unter den Feldspielern, der nicht gleichwertig doppelt besetzt ist.

Im Testspiel gegen Trier wurde Daniel Brinkmann als „Backup” ausprobiert, auch Hrvoje Vukovic und Pekka Lagerblom kamen dort zum Einsatz. In der Innenverteidigung kämpfen Seyi Olajengbesi, Lukasz Szukala und Hrovje Vucovic um zwei Positionen.

Das Mittelfeld

Am heißesten lodert der Konkurrenzkampf unter den neun Mittelfeld-Spielern. Mit drei Linksfüßern von hoher Qualität wird sich Trainer Seeberger für Andreas Lasnik, Patrick Milchraum oder Cristian Fiel entscheiden müssen.

Auf der rechten Seite dürfte Daniel Brinkmann noch vor Florian Müller liegen, der in seiner Magdeburger Zeit alle Partien mitgemacht hat. Als weitere Option auf den Außenbahnen hat der Alemannia-Coach den beidfüßigen Lewis Holtby, der zwar unter der Abteilung „Angriff” geführt wird, im Spiel gegen Trier aber die Außenbahn beackerte.

Im Kampf um die beiden Plätze im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr hat Seeberger am häufigsten auf das Tandem Rainer Plaßhenrich und Matthias Lehmann gebaut.

Aber auch Pekka Lagerblom, der schneller in die Zweikämpfe kommt als vergangene Saison und deshalb weniger Foul spielt, ist eine Alternative.

Der Angriff

Vier Stürmer im Kader, zwei Plätze sind zu vergeben. Wäre Markus Daun im Spiel gegen Trier wegen eines grippalen Infekts nicht ausgefallen, der Ex-Duisburger hätte die meiste Einsatzzeit in der Abteilung Attacke.

Intensiv hat sich Trainer Jürgen Seeberger in den Testbegegnungen das Nachwuchstalent Lewis Holtby angeschaut, von der spielerischen Anlage her ein Spieler-Typus wie Szilard Nemeth.

„Lewis und ich spielen sehr ähnlich”, lobt der Slowake seinen 13 Jahre jüngeren Zimmergenossen. „Wir versuchen auf dem Spielfeld Ideen zu entwickeln.”

Aber eben weil beide Spieler die gleichen Anforderungen erfüllen, werden kaum beide gleichzeitig zum Einsatz kommen. An dieser Stelle meldet Nemeth, der seinen Vertrag vor Saisonbeginn frisch verlängerte und das Angebot eines anderen Zweitligisten ausschlug, klare Ansprüche an: „Jeder hat die gleiche Chance. Aber ich erwarte zu spielen, und für mich ist es das Beste, jedes Spiel zu machen.”