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Mönchengladbach: „Jede Bundesliga-Partie ist doch eine spezielle”

Mönchengladbach : „Jede Bundesliga-Partie ist doch eine spezielle”

Die Aufstellung von Borussia Mönchengladbach: Heimeroth - Bögelund, Zé Antonio, Svensson, Daems - Polanski, Thijs, Insúa, Jansen - Neuville, Kahê. Auf der Bank sitzen Compper, Levels, Fleßers, Svärd, Degen, Sverkos, Sonck und Rafael.

So ist es im kommenden Spieljahr denkbar, denn diese 19 (!) Spieler haben noch einen über diese Saison hinaus gültigen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Am Donnerstag hat der Portugiese Zé Antonio, 29, seinen 2007 auslaufenden Kontrakt vorzeitig bis 2009 verlängert. Zudem erhielt Tobias Levels, 19, aus der U23 erstmals einen ebenfalls bis 2009 datierten Lizenzspielervertrag.

Die Zeiten, als Mönchengladbach durch viele Zugänge im Winter und Sommer für Aufsehen sorgte, scheinen vorbei, perspektivisches Denken ist die Maxime. Dazu gehört Planungssicherheit für die Bundesliga. Und zur Planungssicherheit gehören viele Punkte - deren drei sollen schon am Samstag gegen 17.15 Uhr dem Konto gutgeschrieben werden.

Den Auftritt bei Alemannia Aachen sieht Cheftrainer Jupp Heynckes, 61, anders als viele Fans in beiden Lagern, ganz unaufgeregt. „Was heißt besonderes Spiel? Jede Bundesliga-Partie ist doch eine spezielle.” Hochachtung habe er vor den Aachenern, sie haben „gut gearbeitet da drüben”. Derby-Charakter hin, Emotionen her: „Ich erwarte, dass meine Spieler hinfahren und sagen: Wir wollen gewinnen.”

Dass mit Michael Frontzeck ein alter Bekannter, den Heynckes vor langer, langer Zeit unter seine Fittiche bekam und 1982 als 18-Jährigen ins kalte Bundesliga-Wasser geworfen hat, bei der Alemannia nun die sportliche Verantwortung trägt, birgt für Borussias erfahrenen Fußball-Lehrer keine besondere Brisanz.

Und auch die Sache mit dem neuen Besennicht. „Das war in Aachen doch eine ganz andere Situation als bei normalen Trainerwechseln, Michael hat ja eine funktionierende Mannschaft vorgefunden.”

Eine funktionierende Mannschaft zeichnet sich für Heynckes durch Harmonie aus. Dass jeder Spieler weiß, was der Kollege macht, dass die Laufwege in Fleisch und Blut übergehen. „Und da haben wir Fortschritte gemacht”, sagt Heynckes, der am liebsten die Formation aus dem Bielefeld-Spiel auf den Tivoli schicken würde - um das Verständnis untereinander weiter zu verbessern.

Die Chancen stehen gut, denn Stürmer Oliver Neuville hat nach fünf Tagen mit Reha-Maßnahmen gestern fast beschwerdefrei trainiert. Zudem nehmen Peer Kluge und Filip Daems wieder am Mannschaftstraining teil, David Degen absolviert dagegen die Einheiten noch „mit gebremstem Schaum”.

Vielleicht gehört Kluge in Aachen wieder zum Kader, doch eigentlich möchte Heynckes genesenen Spielern erst einmal in der U23 oder der internationalen Nachwuchsrunde Spielpraxis verschaffen. Perspektivisch gedacht eben, denn „dort kann man schon mal eher den Fuß zurückziehen, und die Gefahr einer erneuten Verletzung ist nicht so groß”.

Die Aufstellung von Borussia Mönchengladbach für das Spiel am Samstag: Keller - Bögelund, Zé Antonio, Svensson, Jansen - Kirch, Polanski, El Fakiri - Insúa - Neuville, Kahê.