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Paderborn: In zwei Wochen soll Borussias Mannschaft stehen

Paderborn : In zwei Wochen soll Borussias Mannschaft stehen

Die Zuschauer im Hermann-Löns-Stadion kamen aus dem Applaudieren gar nicht heraus: Vor dem letzten Zweitligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach wurden beim Absteiger erst gleich 21 Spieler offiziell verabschiedet, danach wurde mit einer Choreografie sogar dem Stadion Lebewohl gesagt.

Auch ansonsten war Borussias 3:2-Sieg zum Saisonabschluss ein Spiel der großen und kleinen Abschiede. „Nie mehr Zweite Liga”, sangen beide Fangruppen im Kanon. Die Borussen, die die Liga über den roten Teppich ins Oberhaus verlassen, himmelhoch jauchzend, die Paderborner, die den Hinterausgang in die neue 3. Liga nehmen, nicht ohne Galgenhumor.

Dabei waren die Gastgeber gewillt, ihren Fans einen versöhnlichen Saisonabschluss zu bieten. Nach einer engagierten ersten Halbzeit stand es trotz des Gladbacher Führungstreffers von Rob Friend 2:1 für die Mannschaft von Pavel Dotchev. In der zweiten Spielhälfte hat Borussia „einen Gang zugelegt”, wie Trainer Jos Luhukay es formulierte, und kam durch Tore von Soumaila Coulibaly und Marko Marin zum achten Auswärtssieg.

„Das Spiel war typisch für die Saison, meine Mannschaft hat es mit Charakter und individueller Stärke gedreht”, sagte Luhukay, für den die Arbeit gemeinsam mit Sportdirektor Christian Ziege jetzt erst anfängt: In zwei Wochen soll die Erstliga-Mannschaft konkrete Formen angenommen haben. „Es ist aber nicht gesagt, dass wir den Kader zum Trainingsauftakt beisammen haben”, erklärte Luhukay.

Die Chancen, Peer Kluge zurückzuholen, sind durch den Nürnberger Abstieg sprunghaft gestiegen. „Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich ihn haben möchte”, sagte Christian Ziege. Der Manager hatte Kluge vor einem Jahr unbedingt halten wollen.

Und auch der Ex-Chemnitzer wäre gerne geblieben. Doch Zieges Vorgänger Peter Pander hatte versäumt, rechtzeitig mit dem Mittelfeldspieler zu sprechen. Kluges Vertrag gilt allerdings auch für Liga 2. Knackpunkt wird deshalb sein, ob ihn der Club auch ohne Abstriche weiter bezahlen will oder kann.