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Köln: In drei Spielzeiten nach Europa

Köln : In drei Spielzeiten nach Europa

Wolfgang Overath versprüht Optimismus. Einen Tag vor der Partie des Zweitliga-Spitzenreiters bei Eintracht Trier erklärte der Präsident des 1. FC Köln die sofortige Rückkehr in die Erstklassigkeit erneut nur zum Zwischenstopp auf dem Weg in den internationalen Fußball.

Die Mitglieder dankten es ihrem Vereinsboss auf der Jahreshauptversammlung in der Kölnmesse mit stürmischem Beifall.

Im Verwaltungsrat hatte die FC-Ikone schon den vorher den sogenannten Businessplan vorgestellt, der den Rahmen für die kommenden Jahre vorgibt: Bundesligaaufstieg, Etablierung in der ersten Liga und UEFA-Cup-Qualifikation möglichst schon in der Saison 2007/08. Dafür werden die Kölner auch tiefer in die Tasche greifen und den Etat um 20 Millionen Euro aufstocken.

Overath, im Juni an gleicher Stelle als FC-Heilsbringer zum Nachfolger von Albert Caspers gewählt, weiß, was er den über 18.000 Mitgliedern bieten muss: sportliche Perspektive, wirtschaftlichen Spielraum und neues Personal, damit die Profis nicht nur erfolgreich sind, sondern auch schön spielen.

Das personifizierte kölsche Symbol für bessere Zeiten hatte schon zum Dienstantritt eine Mitgift im Gepäck und präsentierte der FC-Gemeinde den Trainerwechsel von Marcel Koller zu Huub Stevens. So geisterte auch am Donnerstagabend die Verpflichtung des griechischen Europameisters Vassilios Tsiarkas durch die Messehalle 8 - nur den Vollzug konnte Overath nicht vermelden.

Dennoch bestätigte sich, was Manager Andreas Rettig schon zuvor gemutmaßt hatte: „Der Tabellenplatz ist vor den Mitgliedern das beste Argument.” Die Mannschaft, die am Donnerstag schon nach Trier abgereist war, wurde mit viel Beifall bedacht. Der dritte Abstieg innerhalb von sechs Jahre interessierte da keinen mehr.

Und damit das auch so bleibt, soll es heute Abend (19 Uhr) im Moselstadion den nächsten Sieg geben. Wieder mit Lukas Podolski, der zumindest zum Kader gehört. „Das wird ganz schwer”, glaubt Huub Stevens. „Aber ich hoffe, dass die Spieler wieder die Frische haben, die gegen Aue gefehlt hat.”