Bielefeld/Aachen: Hyballa: „Noch drei Mal 24 Stunden Alemannia”

Bielefeld/Aachen: Hyballa: „Noch drei Mal 24 Stunden Alemannia”

Die jüngste DVD aus der Edition 2010/11 flog „wie eine Frisbee-Scheibe ins Regal”, sie wurde schnell zum Fall für „die untere Schublade”. Von einem Spiel wie diesem bei Arminia Bielefeld blieb nur hängen, dass Alemannia Aachen mit dem 3:1 drei Punkte mitnahm, „dass die Trikots zwei Mal durchgewaschen werden mussten und wir auch schon attraktiv verloren haben”.

Cheftrainer Peter Hyballa, am Freitagabend noch „stinksauer” und „laut, da mussten in der Kabine die Wände wackeln”, hielt sich nicht lange auf an einer Nachbereitung des Liga-Jahresfinales.

Am Sonntagmorgen wurde ein Frühstück ausgegeben, auch alle derzeit verletzten Alemannen waren anwesend. Die Spielfähigen durften dann raus auf den Platz, „so schnell hat man den trainingsfreien Tag der vergangenen Woche wieder reingeholt...” Hyballa verhinderte so in erster Linie, dass die Profis „im Bett rumliegen”, schließlich hat der Tabellenzehnte der 2. Liga noch „dieses große Ziel vor Augen” - einen Triumph am Mittwoch (20.30 Uhr) im Pokal-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt.

Der Alemannia-Coach war als Augenzeuge nicht unglücklich über den Sieg der Hessen gegen Borussia Dortmund. „Natürlich brauchen wir einen guten Tag. Unsere Laufleistung muss höher sein als in Bielefeld, aber das wird sie automatisch. Das gibt dieses Spiel von vornherein mit”, das „Spiel des Jahres für diese Mannschaft”. Peter Hyballa spricht von einer realistischen Chance, ein „Stück Geschichte zu schreiben”, das sage er nicht nur, um Mut zu machen.

Seine „Straßenköter” hätten sich zu „Gefühls-Straßenkötern” entwickelt; das Gefühl für Frankfurt sei da. „Jeder ist am Schmerzpunkt, ich vielleicht auch. Aber jetzt zählen nur noch drei Mal 24 Stunden Alemannia.” Am Montag und Dienstag wird trainiert, die medizinische Abteilung unternimmt alles, Aimen Demai und Thomas Zdebel fit zu bekommen. „Damit der Kader auch wieder prominenter besetzt ist.”

Zum zweiten Mal ist der neue Tivoli am Mittwoch ausverkauft (32.960). „Wir spekulieren auf den zwölften Mann”, Peter Hyballa erwartet auch von den Rängen einen letzten Kraftakt in diesem Jahr. „Vielleicht zünden wir dann die fünfte Kerze an.”