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Kerkrade/Köln: Huub Stevens, der FC und Roda

Kerkrade/Köln : Huub Stevens, der FC und Roda

Huub Stevens sagt es immer wieder: „Da tu ich nicht mit.”

Der Trainer des 1. FC Köln, um dessen Wechsel am Saisonende zu Roda JC Kerkrade es ein dichter werdendes Netz aus Indizien gibt, wird immer angefressener, wenn er auf seinen künftigen Arbeitsplatz angesprochen wird.

Auch die Klubs gehen eher defensiv mit diesem Thema um. Nol Hendriks, Technischer Direktor und Mäzen des niederländischen Erstligisten, verweist bezüglich dieser Personalie auf Roda-Finanzdirektor Frank Rutten.

Dabei war es aber gerade Nol Hendriks, der seit Januar nicht müde wurde zu erklären, Stevens wolle zu Roda, der Wechsel sei so gut wie perfekt.

„Jetzt ist es erst einmal wichtig, dass Köln den Aufstieg schafft”, sagt Stevens väterlicher Freund und Berater Kees Ploegsma, „alles andere wird sich dann zeigen. Aber Roda ist sehr interessiert.”

Pikant ist dabei auch, dass schon der neue Co-Trainer unter dem neuen Chef fest stehen soll: Raymond Atteveld. Sein Berater: Kees Ploegsma.

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Der frühere Alemanne und derzeit im Roda-Management tätige Eric van der Luer bestätigt ebenso wie Rutten, dass Stevens für Kerkrades der „Traumkandidat” als Nachfolger für Wiljan Vloet (zu Sparta Rotterdam) ist.

Während jedoch Rutten betont, dass „Köln und Huub am Zuge” seien und Roda erst dann handeln könne, nennt van der Luer eine Frist: „Wir warten nicht bis Ende April. In den nächsten drei Wochen sollte eine Entscheidung gefallen sein.” Es seien auch Planungen „ohne Stevens” angelaufen.

Welche Rolle der Ex-Aachener zukünftig bei Roda spielen wird - ob weiter im Marketing, als Co-Trainer oder gar als Nachfolger von Hendriks als Technischer Direktors, hänge von der Lösung des Trainerproblems ab: „Assistenztrainer wäre denkbar. Ich traue mir aber auch die Rolle zu, die Jörg Schmadtke bei der Alemannia spielt. Aber das ist nicht meine Entscheidung. Zunächst muss Klarheit herrschen, wer neuer Trainer bei uns wird.”

Beim 1. FC Köln ist die Lage in der Trainerfrage indifferent. Gegenüber seinen Spielern hat sich Stevens über seinen weiteren beruflichen Werdegang noch nicht geäußert, Präsident Wolfgang Overath und Manager Andreas Rettig sollen aber in die Pläne des 51-Jährigen eingeweiht sein.

Die Geschichte hat einen humanitären Aspekt. Stevens Ehefrau ist krank, was den Trainer zurück in die Heimat zieht. Dem könnte sich der FC kaum entgegen stellen. Das Szenario für Stevens Abgang in Köln wird anscheinend vorbereitet. Die Vollzugsmeldung könnte es geben, wenn der FC seine Bundesliga-Rückkehr in den nächsten Wochen perfekt macht.