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Nürnberg: Hans Meyer: Seine besten Sprüche

Nürnberg : Hans Meyer: Seine besten Sprüche

Das Image eines „Sprücheklopfers” störte ihn. Doch bei vielen Fußball-Fans hat Trainer Hans Meyer auch wegen seiner ironisch-bissigen Aussagen Kultstatus, wenngleich der Humor des kauzigen Ex-Coachs vom 1. FC Nürnberg nicht jedermanns Sache war.

Hier einige seiner besten Sprüche:

„Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball so parat hat, verkraften zu können.”

„Ich kann die Taktik noch so geschickt wählen, die Spieler noch so gut motivieren, noch so perfekt trainieren: Wenn wir viermal nacheinander verloren haben, wenn Dich der Vorstand nicht mehr grüßt, wenn die Mannschaft in Grüppchen zerfällt, wenn im Umfeld das Hauen und Stechen beginnt, wenn alle sich gegenseitig nur noch Schuld zuweisen, dann hilft dem Trainer keine seiner Fähigkeiten, sondern nur noch ein Sieg.”

„Die Spieler kommen morgens um neun, trinken Kaffee, halten ein Schwätzchen, danach eine kleine Mannschaftsbesprechung, 90 Minuten Training, eine Stunde Nachbereitung. Und nachmittags gehen sie dann mit der Mutti auf die Kö nach Düsseldorf. Die können einkaufen, während andere noch an der Maschine stehen. Als Fußball-Profi hat man eine herrliche Zeit.”

„Als ich mit knapp 28 Jahren Trainer in Jena geworden bin, hat das eingeschlagen wie eine Bombe. Das war, als ob ein 18-jähriger Schiedsrichter wird und dann noch aus der Leichtathletik kommt.”

„Bis 1990 habe ich nicht für Geld, sondern für den Sozialismus gearbeitet.”

„Hören Sie, ich bin von Haus aus Kommunist, das heißt, ich bin von Haus aus arm.”

„Wenn Du Fußball machst, dann lässt Dich der Beruf nicht mehr frei. Man entwurzelt sozial ein bisschen. Geh mal abends ins Theater, wenn Du dreimal verloren hast. Da bist Du ein Laune-Schreck.”

„Im Fußball baut man Dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an.”

„Wollten Sie mir einen Heiligenschein aufsetzen, ich würde ihn sofort herunterreißen.”

„Ich bin nun als Pokalsieger in der DDR und im Westen in die Geschichte eingegangen. Wurde auch Zeit, so viele gibts nicht mehr von uns.”

„Ich habe dort noch nie einen Punkt geholt. Vielleicht wäre es besser, ich melde mich krank.”

„Der einzige Unterschied zwischen den Niederlanden und Franken ist, dass hier in Franken fast niemand mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt”

„Im Trainingslager haben wir ein Kicker-Turnier gemacht, vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg.”

„Wir werden jetzt zu Hause noch einmal analysieren, wie dieses Ausgleichstor zu Stande gekommen ist, werden denjenigen, wenn wir jemanden herausfinden, erschießen - und dann gehts weiter.”

„Wir gehen nachts mit Fackeln in den Wald, damit die Jungs die Angst verlieren.”

„Ich habe die Sorge, dass, wenn wir Fußball-Weltmeister werden sollten, Achtjährige anfangen, über Gummiringe zu springen.”

Stationen einer Amtszeit

Seit November 2005 hatte Hans Meyer das Traineramt beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg inne. Die Stationen der Amtszeit:

09.11.2005: Hans Meyer wird Nachfolger von Wolfgang Wolf und übernimmt das Traineramt beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg.

13.05.2006: Nach beeindruckender Aufholjagd beenden die Franken die Bundesliga-Saison als Achte.

05.02.2007: Der 1. FC Nürnberg verlängert den Vertrag mit Meyer bis ins Jahr 2009.

19.05.2007: Nürnberg beendet die Saison auf Platz sechs - und schafft mit dem Einzug in den UEFA-Pokal nach fast 40 Jahren die Rückkehr auf die europäische Fußball-Bühne.

26.05.2007: Mit dem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den deutschen Meister VfB Stuttgart holt Nürnberg erstmals seit 45 Jahren wieder den DFB-Pokal.

20.12.2007: Mit dem 3:1-Sieg beim griechischen Verein AE Larissa macht Nürnberg überraschend den Einzug in die Runde der letzten 32 im UEFA-Pokal perfekt.

09.02.2008: Beim 75. Spiel von Meyer auf der „Club”-Bank reicht es vor heimischen Publikum im Kellerduell gegen Hansa Rostock nur zu einem mageren 1:1.

11.02.2008: Der Tabellen-16. der Bundesliga gibt die Entlassung von Meyer bekannt und bestätigt das Interesse an Nachfolger Thomas von Heesen. Meyer hatte schon vorher erklärt, dass Nürnberg seine letzte Trainer-Station sei.